FRANKFURT (Dow Jones) - Das Hin und Her an den europäischen Börsen hat sich am Dienstag mit deutlichen Gewinnen dank guter Vorgaben fortgesetzt. Zudem hat sich der Euro weiter stabilisiert. Das Geschäft wurde dabei von Leerpositionierungen und anschließenden Eindeckungsrallys bestimmt, berichtete ein Händler.
Der Euro-Stoxx-50 stieg um 2,4% bzw 63 auf 2.698 Punkte, der Stoxx-50 kletterte um 1,3% bzw 32 Punkte auf 2.457. Kaum Impulse gingen vom ZEW-Konjunktur-Index aus. Die Erwartungskomponente litt wie befürchtet etwas unter der Schuldenkrise in der Euro-Zone. Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich dagegen deutlich. Die Analysten der Helaba merkten an, dass das wirtschaftliche Erholungsszenario weiterhin intakt sei. Die US-Erzeugerpreise und neue Daten zum US-Immobilienmarkt blieben ebenfalls ohne Einfluss.
Rohstoffwerte auf Erholungskurs
Mit einem Aufschlag von 1,9% war der Rohstoffsektor einer der Gewinner am Berichtstag. Der Sektor reagierte damit auf die Erholung der Rohstoffpreise. Ein Händler sprach allerdings nur von einer kurzfristigen Gegenbewegung auf den zuletzt starken Abverkauf hin. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Nachfrage aus China nach verschiedenen Rohstoffen stark zu sinken beginne. Die Entwicklung des chinesischen Aktienmarktes scheine das bereits anzudeuten.
Interessant sei dabei vor allem die Entwicklung des Kupferpreises, einem wichtigen Konjunkturindikator. Das Metall habe seinen Aufwärtstrend durchbrochen. Xstrata stiegen um 2,1%, Anglo American um 2,5%.
Vodafone-Geschäftszahlen treffen Markterwartungen
Der Telekomsektor legte um 0,8% zu. Vodafone hatte über den Konsensschätzungen liegende Geschäftszahlen vorgelegt. Nach anfänglich deutlichen Gewinnen sank die Aktie dennoch um 0,3%. Die Frage nach dem Warum wussten die Analysten von Collins Stewart zu beantworten. Organisch verbessere sich der Umsatztrend kaum und bei der Profitabilität bewege sich fast nichts - trotz des nahezu abgeschlossenen Kosteneffizienzprogramms über 1 Mrd GBP. Zu Kostensenkungen und/oder Lösungen in den USA oder Frankreich gebe es nichts Neues.
Besser lief die Aktie von Telefonica, die um 3,5% anzog. Nach Einschätzung der Citigroup könnte Telefonicas Gebot für die brasilianische Vivo werterhöhend sein, wenn Telefonica anschließend in der Lage sei, Vivo mit Telesp zu verschmelzen. Zwar könnte sich der spanische Markt stabilisieren. Dies sei jedoch auch Folge von Basiseffekten, da das erste Quartal 2009 eines der schwierigsten für Telefonica gewesen sei, meinten die Analysten.
Europäische Aktienindizes am Dienstag, 18. Mai:
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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2698,21 62,87 2,4 -9,0
Stoxx-50 2456,92 32,13 1,3 -4,7
Stoxx-600 251,30 3,21 1,3 -0,7
Frankfurt XETRA-DAX 6155,93 89,01 1,5 3,3
London FTSE-100 5307,34 44,80 0,9 -1,9
Paris CAC-40 3617,32 73,77 2,1 -8,1
Amsterdam AEX 331,00 4,43 1,4 -1,3
Athen ATHEX-20 787,41 -4,93 -0,6 -30,0
Brüssel BEL-20 2485,24 46,17 1,9 -1,1
Budapest BUX 23310,71 210,66 0,9 9,8
Helsinki OMXH-25 2164,88 36,62 1,7 6,5
Istanbul NAT30 71441,38 1159,33 1,6 6,6
Kopenhagen OMXC-20 402,73 1,94 0,5 19,6
Madrid IBEX-35 9627,60 341,50 3,7 -19,4
Mailand FTSE-MIB 20314,21 487,38 2,5 -12,6
Moskau RTS 1438,94 16,22 1,1 -0,4
Oslo OBX 332,42 2,76 0,8 -2,0
Prag PX 1215,50 22,40 1,9 8,8
Stockholm OMXS-30 1000,41 8,83 0,9 5,1
Warschau WIG-20 2431,40 18,17 0,8 1,8
Wien ATX 2501,82 46,95 1,9 0,3
Zürich SMI 6470,84 41,98 0,7 -1,1
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