Euroland: Einkaufsmanagerindizes - in der Grauzone

Kategorie: Fonds Newscenter | z externer Content Analyse Konjunktur | Datum: 22.02. 14:46

1. Der vorläufige Wert für den Gesamteinkaufsmanagerindex (Composite) für Euroland ist im Februar um 0,7 Punkte auf einen Stand von 49,7 Punkten gefallen. Damit hat sich die Stimmung bei den Unternehmen unerwartet verschlechtert (Reuters-Consensus: 50,6; DekaBank: 50,7). Der Index liegt wieder unter der Expansionsmarke von 50 Punkten. Der deutliche Anstieg im Januar wurde vom Teilindex der Dienstleister getragen und hier dürfte die Euphorie bei den Finanzdienstleistern über die Maßnahmen der EZB von besonderer Bedeutung gewesen sein. Im Februar scheint nun eine Normalisierung eingetreten zu sein, denn der Rückgang beim Gesamtindex für Euroland ist auf eine Verschlechterung beim Teilindex für die Dienstleister zurückzuführen. Der Indikator fiel unerwartet auf 49,4 Punkte (Reuters-Consensus: 50,6; DekaBank: 50,7). Für das verarbeitende Gewerbe hingegen stieg der Indikator auf 49,0 Punkte (Reuters- Consensus: 49,5; DekaBank: 49,3).

2. Mit den vorläufigen Eurolanddaten wurden auch vorläufige Zahlen für Deutschland und Frankreich gemeldet. Da der Rückgang des Gesamtindex im Februar auf die Dienstleister zurückzuführen ist, lassen sich auch Deutschland und Frankreich als Haupttäter identifizieren. In beiden Ländern gab es spürbare Rückgänge des Einkaufsmanagerindex der Dienstleister. In Frankreich fiel der Index auf einen Stand von 50,3 Punkten (-2 Punkte) und in Deutschland auf 52,6 (-1,1 Punkte). Die Entwicklung der Einkaufsmanagerindizes in Deutschland berechtigt aber dennoch zu der Frage, ob die Rezession zumindest dort ausfällt. Die Anzeichen dafür mehren sich. Denn sowohl der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (Stand Februar: 50,1 Punkte) als auch der für die Dienstleister liegen seit zwei Monaten nicht mehr auf Rezessionsniveau.

3. Im Rest der Europäischen Währungsunion (EWU) sollte sich der Index für das verarbeitende Gewerbe im Schnitt um 0,55 Punkte verbessert haben. Bei den Dienstleister ergibt sich eine Verschlechterung um rund 0,2 Punkte. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Krisenland Spanien. Nach dem spektakulären Anstieg des spanischen Dienstleisterindex von knapp 10 Punkten in zwei Monaten, scheint nun auch die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe zu drehen.

4. Die Daten für die Einkaufsmanagerindizes in Euroland im Februar deuten auf eine Bodenbildung beim Abschwung hin. Die Rezession in Euroland dürfte zwar nicht ausbleiben, aber eine milde bleiben.

Quelle: DekaBank

Diskussion zu diesem Artikel:

Umfrage

Der Börsenstart der Facebook-Aktie verlief nicht ganz so vielversprechend wie erwartet. Wird der Titel dennoch eine neue Erfolgsgeschichte schreiben?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.