EuroStoxx 50: Trend oder Zyklus?
Kategorie: boerse-go: Research | Datum: 12.03. 11:57
Der EuroStoxx 50 konnte auch in der letzten Woche zulegen, doch ging die Dynamik dabei merklich zurück. Zudem wurden die oberen Dochte bei den aufwärts strebenden Kerzen etwas länger. Ein solches Bild leitet nicht selten eine Umkehr ein.
In der aktuellen Konstellation und an dem Handelsverlauf der kommenden Tage lässt sich vermutlich das mittelfristige Schicksal des europäischen Börsenbarometers ablesen, denn der Index befindet sich an der Schwelle, von einer zyklischen Aufwärtsbewegung in einen Trend überzugehen. Noch ist dieser Sprung zum Trend nicht geschafft, doch entwickelt sich meist eine mittelfristige Aufwärtsbewegung, wenn die Konsolidierung bei einer überkauften Konstellation ausbleibt.
Bis zu 15% kann die Performance in einer Erholungswelle betragen, so dass der Index im vorliegenden Fall noch etwas Platz hat. In diesem Zusammenhang findet die Betrachtung der Intraday-Kurse unsere besondere Beachtung, denn der Kursverlauf zeigt hier Anzeichen eines Keils. Bei dieser Formation können die Kurse nochmals kurz nach oben ausbrechen, drehen dann aber schließlich Richtung Süden. Auch die Indikatoren zeigen sich im 60-Minuten-Chart deutlich divergent, so dass wir von einem Rücksetzer ausgehen.
Diese Schwächephase wird dann aber wiederum für die übergeordnete Tendenz wichtig: Sollten die Kurse nur über drei bis fünf Tage konsolidieren, werden die Jahreshöchstkurse vermutlich angegriffen und - wenn auch nicht im ersten Anlauf - vermutlich in den nächsten drei Wochen übertroffen.
Hinweise auf eine solche Entwicklung lassen sich aktuell aber noch nicht erkennen. Die Oszillatoren präsentieren sich ü- berkauft und das MACD-Histogramm hat in den letzten Tagen die neutrale Linie gebrochen. Das an und für sich positive Signal steht in einer Seitwärtsbewegung oft für eine Zyklusumkehr.
Fazit: Jetzt gilt's! Sollten die Bullen in den kommenden Tagen nochmals für steigende Kurse sorgen und eine deutliche Korrektur ausbleiben, hellt sich das mittelfristige Bild deutlich auf. Momentan deutet die Mehrzahl der Anzeichen aber immer noch auf einen anstehenden Abwärtszyklus.

Quelle: WGZ-Bank
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