EuroStoxx 50: Latentes Risiko
Kategorie: boerse-go: Research | Datum: 05.03. 12:45
Die europäischen Indizes konnten in der vergangenen Woche kräftig zulegen. Dem DAX gelang es dabei, seine zuvor erlittenen Verluste zu 61.8% wieder zu egalisieren, während der EuroStoxx 50 an der entsprechenden 50%-Marke rangiert. Diese Fibonacci-Marken machen einen weiteren Anstieg trotz der aktuell positiven Tendenz nun aber sehr schwierig. Nach den Regeln der Elliott-Wellen-Theorie wird eine "1" (hier kommt die Abwärtsbewegung zu Anfang des Jahres in Betracht) sehr oft deutlich nach oben (= "2") korrigiert. Dieser Bewegung würde dann allerdings eine weitere Abwärtswelle folgen. Am wahrscheinlichsten wäre dabei ein Wendepunkt im Bereich von 2.860 bis 2.900 Punkten. Die Dow-Theorie hat mit Übertreffen der Marke von 2.804 Zählern unterdessen ein Kaufsignal generiert, welches aber nur kurzzeitige Gültigkeit besitzt. Das entsprechende Stopp ist bei 2.617 Punkten zu finden, aber bereits mit Unterschreiten der Marke von 2.715 Zählern würde sich das Bild wieder deutlich eintrüben.
Auch in Sachen Wall Street können wir trotz der gestrigen Gewinne noch keine Entwarnung geben, denn der Dow Jones Index schaffte erneut den Sprung über die 10.500- Punkte Marke nicht. In Kombination mit der überkauften Konstellation der Indikatoren sind weitere Gewinne zudem unwahrscheinlich.
Eine ähnliche Konstellation zeigt auch der DSS, der den europäischen Index abgreift. Dieser rangiert zwar noch nicht im überkauften Bereich, doch wird eine bevorstehende Divergenz sehr wahrscheinlich. Dieses Risiko kann nur durch einen dynamisch ansteigenden Index in der kommenden Woche abgewendet werden. Wegen der erwähnten Widerst ände trauen wir dem Börsenbarometer eine solche Bewegung aber nicht zu.
Fazit: Das Chartbild lässt durchaus Chancen auf einen neuen Aufwärtstrend zu. Momentan überwiegen aber noch die eher negativen Anzeichen, die für eine etwa dreiwöchige Abwärtswelle im Rahmen einer übergeordneten Seitwärtsbewegung plädieren. Insofern sehen wir wegen des zu hohen Risikos noch keinen Handlungsbedarf für Investoren.

Quelle: WGZ-Bank
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