In der letzten Woche rieten wir zu einem Ausstieg, falls der EuroStoxx 50 unter 2.398 Zähler fällt. Diese Marke wurde nur um etwa 0,5 Punkte unterboten, so dass kein signifikanter Bruch vorlag. Letztendlich ist die Ausgangslage aber gleich geblieben, denn obwohl der Index in der Folge nochmals etwas anziehen konnte, bleibt die Bedrohung durch eine Korrektur.
Unter charttechnischen Gesichtspunkten ist der Trend zwar immer noch intakt, aber wie bei der Betrachtung von letzter Woche dargelegt, konzentrieren wir uns in erster Linie auf die 200-Tage-Linie. Sie wird nach langen Abwärtstrends meist nur kurzzeitig übertroffen, danach erfolgt in der Regel eine mehrwöchige Abwärtswelle.
Unter zyklischen Gesichtspunkten steht ebenso eine Korrektur an, wie unter saisonalen Aspekten, denn der Februar zählt zu den schwächeren Monaten.
Auch der Blick auf die Wall Street lässt keine Gewinne vermuten, denn der Dow Jones rangiert weiterhin vor seinem Band aus Widerständen. Im Gegensatz zum DAX und Euro- Stoxx 50 konnte der amerikanische Index in den letzten zwei Wochen folgerichtig auch keine größeren Gewinne generieren. Eine kurzzeitige Abkopplung vom amerikanischen Leitindex ist zwar zwischenzeitlich möglich, grundsätzlich aber sehr unwahrscheinlich.
Auch die Indikatoren helfen den Bullen nicht weiter. Während das MACD-Histogramm eine nachlassende Dynamik anzeigt, stagniert der RSI: Ein Verkaufsignal wurde aber noch nicht generiert.
Fazit: Auch wenn noch keine definitiven Verkaufsignale zu erkennen sind (Trendbruch, Indikatoren) muss jederzeit mit dem Beginn einer Abwärtswelle gerechnet werden. Das Timing ist dabei sehr schwierig, so dass wir zu einer neutralen Positionierung raten.

Quelle: WGZ-Bank
externer Redakteur
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: