Der EuroStoxx 50 konnte mit Blick auf den letzten Freitag zunächst zwar nochmals etwas gewinnen, zuletzt zeigte er aber erste Anzeichen einer Schwäche. Somit könnte durch die heutigen Verluste ein Wendepunkt am gestrigen Donnerstag markiert worden sein.
Als störend empfinden wir unter charttechnischen Aspekten vor allem die Dochte nach oben, die der Index in den letzten Handelstagen zeigte: Im Börsenverlauf generierte Gewinne wurden zumindest teilweise wieder abgegeben. Ein Zeichen, dass die Anleger eben diese Gewinne mitnehmen? Sicherlich ist es für eine negative Einschätzung noch zu früh, dennoch fällt (vor allem im Intraday-Chart) auf, dass die Verlustbewegungen momentan dynamischer ausfallen als die Gewinnzyklen. Mit dem aktuellen Tagestief hat der Index dann auch die Gewinne der gesamten Woche wieder abgegeben. Zur Vorsicht mahnt diese Struktur damit allemal.
Darüber hinaus lassen sich aber – wie bereits angedeutet – noch keine definitiven Verkaufsignale erkennen. Die Gerade, die den aktuellen Trend beschreibt, rangiert momentan bei 2.460 Punkten. Erst Notierungen (zur besseren Absicherung auf Schlusskursbasis) unter diesem Niveau würden das Bild eintrüben. Sorgen bereitet uns aber zusätzlich die dargestellte 200-Tage-Linie. Schon öfter machten wir darauf aufmerksam, dass die Kurse diesen Gleitenden Durchschnitt oft übertreffen, um in der Folge dann zu drehen. In einer Art „Measured Move“, der eigentlich nur aus der Charttechnik bekannt ist, wird die Linie anschließend um den Betrag zwischen Durchschnitt und Hochpunkt unterschritten. Ein (erstes) rechnerisches Ziel für eine eventuelle Korrektur läge damit bei etwa 2.330 Zählern und damit etwa in der Mitte zwischen den beiden Unterstützungen bei etwa 2.390 und ca. 2.280 Punkten.
In den Indikatoren sind unterdessen noch keine Verkaufsignale zu erkennen. Der RSI rangiert zwar knapp unter dem überkauften Bereich, eine (deutliche) Wende lässt sich hier aber noch nicht erkennen.
Fazit: Die dunklen Wolken am Börsenhimmel nehmen zu, ein definitives Verkaufsignal ist aber bisher ausgeblieben. Erst wenn der Index Ende Februar unter 2.330 Punkten rangiert, trübt sich das Bild markant ein. Dann wären Anschlussverluste bis 2.100 wahrscheinlich.

Quelle: WGZ Bank
externer Redakteur
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