Euro springt nach oben - Erleichterung über Athen

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 13.02. 08:36

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DJ DEVISEN/Euro springt nach oben - Erleichterung über Athen

FRANKFURT (Dow Jones) - Mit deutlichen Kursgewinnen reagiert der Euro am Montagmorgen auf die Abstimmung in Athen. Die Devise springt über einen halben Cent von 1,32 Dollar am Wochenende auf fast 1,3270 Dollar. "Das zum Start in den europäischen Handel gleich der wichtige Widerstand bei 1,3250 USD übersprungen wurde ist ein Zeichen für eine sehr dynamische Bewegung", sagt ein Händler. Dies dürfte für weitere Kurssteigerungen zu Wochenbeginn sorgen. Die kurzfristige Erleichterung verdecke nun ein wenig, wie düster das langfristige Bild für Athen sei. "Griechenland wird uns als Thema noch lange weiter verfolgen", so der Händler.

Die Zustimmung des griechischen Parlaments für das Sparpaket sorgt jedoch zunächst für Erleichterung. Die Abgeordneten in Athen haben dieses in der Nacht mit Mehrheit gebilligt. Die Zustimmung war Voraussetzung für die Freigabe der nächsten Tranche von Hilfsgeldern durch IWF und EU-Kommission und damit Grundlage, um eine Staatspleite abzuwenden.

Die Augen dürften sich nun auf den Mittwoch richten: Dann müssen die Finanzminister aus der Eurozone das zweite Sparpaket bewilligen. Zudem soll die Einigung der privaten Gläubiger mit der griechischen Regierung verkündet werden. Vollkommen unklar ist jedoch, wie hoch die Annahmequote der Privaten ausfallen wird.

Skeptische Stimmen warnen jedoch vor der faktischen Unmöglichkeit für die Griechen, ihre Sparversprechungen umzusetzen. Das Land befinde sich in einer Depression, zudem fehle der echte Wille zur Reform. Dies zeige sich an der Abstimmung im Parlament: Dort musste die Regierungskoalition 43 eigene Abgeordnete ausschließen. Dies entsprach fast einem Fünftel aller Abgeordneten. Der Vorsitzende der kleinen Splitterpartei LAOS hatte bereits am Freitag mit seiner Verweigerung einer Zustimmung für einen Kursrutsch gesorgt. Zudem lastet die Anarchie in Athen auf dem Markt. "Es fällt schwer, mitgerissen zu werden, wenn im Hintergrund Athen brennt", sagt Mike Hollows von HiFX in Auckland.

Auch die Commerzbank ist skeptisch: "Eigentlich hat das Parlament heute Nacht nur beschlossen, nicht schon zum jetzigen Zeitpunkt auf weitere Hilfen zu verzichten", sagt Lutz Karpowitz. Dass die griechische Regierung nach der Wahl im April völlig anders aussehen werde, scheine schon jetzt klar. So würde die PASOK (sie erhielt bei den letzten Wahlen fast 44 Prozent) nach den neuesten Umfragen nur noch auf 8 Prozent der Stimmen kommen, während vor allem die Kommunistische Partei, sowie die radikale Linke zuletzt enorm zugelegt hätten. Welcher Zerreißprobe die griechische Parteienlandschaft ausgesetzt sei, zeige das Vorgehen von PASOK und Neo Dimokratia gegen die Abweichler in der Nacht.

Wenn am Berichtstag also europäische Politiker die Entscheidung aus Athen begrüßen werden, schwele laut Karpowitz im Hintergrund immer die Frage mit, wie lange diese Entscheidung eigentlich Gültigkeit habe. Wer auf die explosive Lage in Griechenland schaut, dürfte nicht überrascht sein, wenn im April Reformgegner das Ruder übernehmen würden. Bei den Konjunkturdaten ist die Agenda dünn besetzt. Hier stehen nur die Frühindikatoren der OECD an.

Die Feinunze Gold ist am Montagmorgen mit 1.728 Dollar in den Handel gestartet. Sie wurde im Londoner Nachmittag-Fixing am Freitag mit 1.711,50 Dollar festgestellt.

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             Europa       New York           Europa 
             (8.27)       (Freitag Spät)     (Freitag 17.39) 
EUR/USD      1,3263       1,3210             1,3187 
USD/JPY       77,63        77,61              77,59 
EUR/JPY      102,96         ---              102,30 
EUR/GBP      0,8397         ---              0,8369 
EUR/CHF      1,2092         ---              1,2099 
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DJG/mod/ros 
 

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