Euro rutscht deutlich ab - ZEW stützt nicht

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 14.02. 17:17

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DJ DEVISEN/Euro rutscht deutlich ab - ZEW stützt nicht

FRANKFURT (Dow Jones) - Deutlich abwärts geht es am Dienstagabend mit dem Euro. Händler sprechen von stärkeren Gewinnmitnahmen in ganz Europa. Auch Aktien seien davon betroffen. "Der Markt zittert ein bisschen vor dem Treffen der Eurogruppe morgen und ihrer Entscheidung zu Griechenland", sagt ein Händler. Auch die US-Einzelhandelsdaten sprächen eher für den Dollar. Der Euro notiert nur noch knapp über 1,31 Dollar und nähert sich damit seinem Wochentief.

Selbst die guten Anleiheauktionen in Italien und Spanien und die sehr guten ZEW-Daten konnten den Euro nicht stützen. Der Index der Konjunkturerwartungen kletterte im Februar auf plus 5,4 Punkte von minus 21,6 im Januar. Nach dem dritten Anstieg in Folge notiert das Stimmungsbarometer erstmals seit Mai 2011 wieder im positiven Bereich, womit angezeigt wird, dass die Mehrheit der Befragten eine positive Konjunkturentwicklung voraussieht.

Volkswirte hatten einen geringeren Anstieg auf minus 11,6 Zähler prognostiziert. Die Helaba wertet die Daten positiv, wenngleich nicht ganz überraschend vor dem Hintergrund robuster US-Konjunkturdaten, fester Aktienmärkte und auch in Deutschland beobachtbarer Aufwärtsrevisionen. Die Analysten sehen nun auch die Chance auf einen guten ifo-Geschäftsklimaindex, der im weiteren Monatsverlauf bekannt gegeben wird.

Am Morgen hatte noch ein Kahlschlag von Moody's den Euro belastet. Insgesamt sechs Länder aus der Eurozone wurden gesenkt, darunter Italien, Spanien und Portugal. Bei Frankreich wurde der Ausblick auf "negativ" genommen. Der Euro rutschte daraufhin gegen den Dollar bis unter das Niveau von 1,3150 Dollar ab und erholte sich nach den guten ZEW-Daten wieder. Am Abend rutscht er nun unter das Niveau nach der Abstufung.

Kräftig abwärts geht es auch im Yen gegen alle Haupthandelswährungen. Die japanische Notenbank (BoJ) will energischer gegen die Deflation vorgehen und druckt frisches Geld. Das Kaufziel für Wertpapiere wurde um 10 Billionen Yen auf 65 Billionen Yen aufgestockt. Noch wichtiger aber dürfte die Einführung eines expliziten Inflationsziels durch die BoJ sein, sagt die Commerzbank. Damit wolle sie nach eigener Aussage ihre Entschlossenheit zur Bekämpfung der Deflation zeigen. Während die BoJ generell mittel- bis langfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent für angemessen halte, steuere sie ihrem Statement zufolge kurzfristig ein Ziel von 1 Prozent an.

Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittags-Fixing mit 1.722,00 Dollar festgestellt worden nach einem Vormittags-Fixing mit 1.721,00 Dollar.

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               Europa      Europa      Europa 
               (17.06)     (12.50)     (8.47) 
EUR/USD        1,3133      1,3200      1,3152 
USD/JPY         78,44       78,03       78,00 
EUR/JPY        103,07      103,02      102,62 
EUR/GBP        0,8382      0,8380      0,8365 
EUR/CHF        1,2080      1,2078      1,2082 
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DJG/mod/raz 
 

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