DJ DEVISEN/Euro kommt leicht zurück - Warten auf Griechenland
FRANKFURT (Dow Jones) - Der Euro kommt gegen den Dollar leicht zurück. Gewinnmitnahmen bestimmen das Geschäft in dem Währungspaar. Derweil zieht sich das Gezerre in Griechenland um das Sparpaket hin, aber immerhin geht die Entwicklung aus Sicht der Märkte in die richtige Richtung. Denn die Positionen zwischen der Troika und der griechischen Regierung scheinen sich bis auf Unstimmigkeiten über Rentenkürzungen im Volumen von 300 Millionen Euro angenähert zu haben.
Offenbar ist der dortigen Regierung eine Frist von 15 Tagen eingeräumt worden, um auch in dieser Frage noch eine Einigung zu erzielen. Im Handel heißt es dazu, es sei unwahrscheinlich, dass eine Einigung an 300 Millionen Euro scheitern werde. "Der Marktkonsens ist, dass die Verhandlungen zu einer Einigung führen werden", sagt ein Teilnehmer. Noch heute trifft Finanzminister Venizelos seine Kollegen aus der Eurozone anlässlich eines Eurogruppentreffens in Brüssel.
Am Berichtstag könnten die Zentralbanken Griechenland ein wenig in den Hintergrund treten lassen. Zunächst tagt die Bank of England. Diese könnte ihr Anleihenkaufprogramm um 50 Milliarden Pfund auf 325 Milliarden ausweiten. Die erwartete Bestätigung des Leitzinses bei 0,50 Prozent ist nur Nebensache. Im Anschluss entscheidet die EZB über den Leitzins. Hier wird ebenfalls eine Bestätigung - in diesem Fall bei 1 Prozent - erwartet. Wie fast immer ist die begleitende Pressekonferenz von größerer Bedeutung für die Märkte.
Die Fragen der Journalisten dürften sich zum einen um eine mögliche Beteiligung der EZB an einem Schuldenschnitt in Griechenland drehen. Zum anderen dürfte sich Mario Draghi zur Entspannung in der Eurozone infolge des im Dezember begebenen Dreijahrestenders äußern. Die Finanzmärkte erwarten bereits mit Spannung den zweiten Dreijahrestender Ende Februar. Beim ersten wurden von den Kreditinstituten fast 500 Milliarden bei der Zentralbank abgefragt.
Charttechnisch hat sich die Lage des Euro mit dem Anstieg über die wichtige Marke von 1,3246 Dollar verbessert. Erste kleinere Widerstände zeigen sich laut der Helaba nun bei 1,3363 und dann 1,3386 Dollar. Etwas massiver ist die Hürde um 1,3430 Dollar.
Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 1.733 Dollar festgestellt nach einem Nachmittags-Fixing mit 1.746 Dollar.
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Europa Europa New York
(12.40) (7.52) (Späthandel)
EUR/USD 1,3273 1,3300 1,3260
USD/JPY 77,11 77,19 77,03
EUR/JPY 102,39 102,66 102,18
EUR/GBP 0,8378 0,8397 ---
EUR/CHF 1,2103 1,2105 ---
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DJG/mpt/raz
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