Euro kommt leicht zurück - Erleichterung hält an

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 13.02. 12:14

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DJ DEVISEN/Euro kommt leicht zurück - Erleichterung hält an

FRANKFURT (Dow Jones) - Etwas zurückgekommen von den Tageshochs zeigt sich der Euro am Montagmittag. Mit 1,3260 Dollar notiert die Devise allerdings weiter deutlich über dem ehemaligen Widerstandsbereich um 1,3250 Dollar. Händler sehen die erste Euphorie nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket einer leichten Ernüchterung weichen. Vor allem die große Zahl der Abweichler von fast einem Fünftel der Abgeordneten mache Sorgen. Zudem sei die Perspektive Griechenlands unklar: "Man kann nicht wirklich darauf vertrauen, ob die nächste Regierung sich an diese Vereinbarung hält", sagt ein Händler.

Am Morgen hatte der Euro zunächst mit kräftigen Kursgewinnen auf die Abstimmung in Athen reagiert und war von rund 1,32 auf 1,3280 Dollar gesprungen. Die Zustimmung des griechischen Parlaments für das Sparpaket sorgte für Erleichterung. Die Abgeordneten in Athen haben das Sparpaket in der Nacht mit Mehrheit gebilligt. Die Zustimmung war Voraussetzung für die Freigabe der nächsten Hilfsgelder durch IWF und EU-Kommission und damit Grundlage, um eine Staatspleite abzuwenden.

Die Augen des Marktes richten sich nun auf Mittwoch: Dann müssen die Finanzminister aus der Eurozone das zweite Sparpaket bewilligen. Zudem soll die Einigung der privaten Gläubiger mit der griechischen Regierung verkündet werden. Vollkommen unklar ist jedoch, wie hoch die Annahmequote der Privaten ausfallen wird.

Skeptische Stimmen warnen jedoch vor der faktischen Unmöglichkeit für die Griechen, ihre Sparversprechungen umzusetzen. Das Land befinde sich in einer Depression, zudem fehle der echte Wille zur Reform. Dies zeigte sich an der Abstimmung im Parlament: Die Regierungskoalition musste dort 43 eigene Abgeordnete ausschließen, fast ein Fünftel aller Abgeordneten. Zudem lastet die Anarchie in Athen auf dem Markt. "Es fällt schwer, mitgerissen zu werden, wenn im Hintergrund Athen brennt", sagte Mike Hollows von HiFX am Morgen.

Auch die Commerzbank ist skeptisch: "Eigentlich hat das Parlament heute Nacht nur beschlossen, nicht schon zum jetzigen Zeitpunkt auf weitere Hilfen zu verzichten", sagt Lutz Karpowitz. Dass die griechische Regierung nach der Wahl im April völlig anders aussehen werde, scheine schon jetzt klar. So würde die PASOK (sie erhielt bei den letzten Wahlen fast 44 Prozent) nach den neuesten Umfragen nur noch auf 8 Prozent der Stimmen kommen, während vor allem die Kommunistische Partei und die radikale Linke enorm zugelegt hätten. Damit schwele laut Karpowitz im Hintergrund immer die Frage mit, wie lange diese Entscheidung eigentlich Gültigkeit habe. Wer auf die explosive Lage in Griechenland schaut, dürfte nicht überrascht sein, wenn im April Reformgegner das Ruder übernehmen würden.

Die Feinunze Gold ist im Londoner Vormittags-Fixing mit 1.727,00 festgestellt worden nach einem Nachmittags-Fixing am Freitag bei 1.711,50 Dollar.

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             Europa       Europa       New York 
             (12.04)      (8.27)       (Spät) 
EUR/USD      1,3266       1,3263       1,3210 
USD/JPY       77,70        77,63        77,61 
EUR/JPY      103,03       102,96         --- 
EUR/GBP      0,8383       0,8397         --- 
EUR/CHF      1,2093       1,2092         --- 
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DJG/mod/ros 
 

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