DJ DEVISEN/Euro erholt sich mit sehr guten ZEW-Daten
FRANKFURT (Dow Jones) - Sehr gute ZEW-Daten haben dem Euro nach den Herabstufungen von Moody's wieder auf die Beine geholfen. Der Index der Konjunkturerwartungen kletterte im Februar auf plus 5,4 Punkte von minus 21,6 im Januar. Nach dem dritten Anstieg in Folge notiert das Stimmungsbarometer erstmals seit Mai 2011 wieder im positiven Bereich, womit angezeigt wird, dass die Mehrheit der Befragten eine positive Konjunkturentwicklung voraussieht.
Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen geringeren Anstieg auf minus 11,6 Zähler prognostiziert. Die Helaba wertet die Daten positiv, wenngleich nicht ganz überraschend vor dem Hintergrund robuster US-Konjunkturdaten, fester Aktienmärkte und auch in Deutschland beobachtbarer Aufwärtsrevisionen. Die Analysten sehen nun auch die Chance auf einen guten ifo-Geschäftsklimaindex, der im weiteren Monatsverlauf bekannt gegeben wird.
Am Morgen hatte noch ein Kahlschlag von Moody's den Euro belastet. Insgesamt sechs Länder aus der Eurozone wurden gesenkt, darunter Italien, Spanien und Portugal. Bei Frankreich wurde der Ausblick auf "negativ" genommen. Der Euro rutschte daraufhin gegen den Dollar bis unter das Niveau von 1,3150 Dollar ab. Mit den guten ZEW-Daten konnte sich die Einheitswährung aber erholen und notiert nun wieder um 1,32 Dollar.
Gegen das Pfund geht es für die Gemeinschaftswährung nach oben. Denn Moody's hat nicht nur in der Eurozone gewütet, zugleich wurde der Ausblick Großbritanniens auf "negativ" gesenkt. Das kommt für die Märkte eher unerwartet, da S&P vor dem Jahreswechsel den Ausblick für das Land noch bestätigt hatte. Noch deutlicher fallen die Aufschläge der Einheitswährung gegen den Yen aus. Die japanische Notenbank (BoJ) will energischer gegen die Deflation vorgehen und druckt frisches Geld.
Das Kaufziel für Wertpapiere wurde um 10 Billionen Yen auf 65 Billionen Yen aufgestockt. Noch wichtiger aber dürfte die Einführung eines expliziten Inflationsziels durch die BoJ sein, sagt die Commerzbank. Damit wolle sie nach eigener Aussage ihre Entschlossenheit zur Bekämpfung der Deflation zeigen. Während die BoJ generell mittel- bis langfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent für angemessen halte, steuere sie ihrem Statement zufolge kurzfristig ein Ziel von 1 Prozent an.
Am Nachmittag folgen noch die Einzelhandelsumsatzzahlen aus den USA. Hier wird für den Januar mit einem Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gerechnet. Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 1.721 Dollar festgestellt nach einem Nachmittags-Fixing mit 1.720 Dollar.
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Europa Europa New York
(12.50) (8.47) (Späthandel)
EUR/USD 1,3200 1,3152 1,3187
USD/JPY 78,03 78,00 77,57
EUR/JPY 103,02 102,62 102,37
EUR/GBP 0,8380 0,8365 ---
EUR/CHF 1,2078 1,2082 ---
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