Die US-Importpreise sind im Mai um 1,0% gegenüber dem Vormonat gefallen. Damit wurden die Markterwartungen exakt getroffen. Wir hatten mit einem Rückgang um 0,9% gerechnet. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gaben die Einfuhrpreise um 0,3% nach. Dies war das erste Minus seit Herbst 2009.
Verantwortlich für das Sinken das Importpreise war insbesondere Rohöl, das sich gegenüber April um 4,2% verbilligte. Zudem gaben auch die Preise für importierte Nahrungsmittel um 0,7% nach. Ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel stagnierten die Einfuhrpreise auf dem Vormonatsniveau und übertrafen ihr Vorjahresniveau um 1,3%.
Der noch vor nicht allzu langer Zeit zu beobachtende Aufwärtsdruck auf das Preisniveau über die Importseite hat sich durch die Entwicklung in den letzten Monaten erledigt, was zu einem erheblichen Teil der Rutschpartie des Ölpreises zu verdanken ist. Solange sich die Ölnotierungen oder auch andere Rohstoffpreise nicht wieder deutlich gen Norden orientieren, ist auch von gesamten Importpreisseite aus mit einer eher ruhigen Entwicklung zu rechnen.
Quelle: Postbank
externer Redakteur