San Jose (BoerseGo.de) – Der Online-Marktplatz Ebay hat seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich gesteigert. Nach einem Überschluss von 0,42 Dollar je Aktie im Vorjahresquartal erwirtschaftete der Konzern im vierten Quartal einen Gewinn von 0,60 Dollar je Aktie, was zugleich 3 Cent über den Konsensschätzungen der Analysten liegt. Den Gewinnsprung ist laut Unternehmensangaben vor allem auf den Verkauf eines restlichen Anteils am Internet-Telefondienst Skype zurückzuführen. Zusätzlich profitiert das Unternehmen von dem Trend, dass mehr und mehr Verbraucher ihre Waren online und über Smartphones und Tablet-PCs kaufen.
Der Umsatz kletterte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 35,5 Prozent auf 3,38 Milliarden Dollar, was ebenfalls über den Analystenschätzungen von 3,32 Milliarden Dollar liegt. Die Bruttogewinnmarge verzeichnete gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang von 29,5 Prozent auf 28,7 Prozent. Den Rückgang bei den Margen begründet das Unternehmen hauptsächlich mit den getätigten Übernahmen. Der Online-Bezahldienst Paypal konnte im vierten Quartal die Zahl seiner Kunden gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 106,3 Millionen ausbauen. Im Jahr 2011 hat der Online-Bezahldienst jeden Monat eine Millionen neue Kunden hinzugewinnen können. Insgesamt kletterte der Umsatz von Paypal im vierten Quartal um 28 Prozent, dabei überstieg der außerhalb der USA erzielte Umsatz erstmals den auf dem heimischen Markt erwirtschafteten Umsatz. Das Total Payment Volume (TPV), die von PayPal bewegte Geldmenge, legte im vierten Quartal um 24 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar zu.
CEO John Donahoe spricht von einem starken vierten Quartal und einem exzellenten Jahr 2011.Wir sind heute ein anderes Unternehmen, das ehemalige Online-Auktionshaus ist zu einer E-Commerce-Plattform herangewachsen, so der Unternehmenschef.
Für das aktuelle erste Quartal stellt das Unternehmen einen Gewinn von 0,50 bis 0,51 Dollar pro Aktie und einen Umsatz von 3,05 bis 3,15 Milliarden Dollar in Aussicht. Die aktuellen Konsensschätzungen gehen für das erste Quartal von einem Gewinn von 0,54 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 3,16 Milliarden Dollar aus. Für das Geschäftsjahr 2012 rechnet der Konzern mit einem Gewinn von 2,25 bis 2,30 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 13,7 bis 14,0 Milliarden Dollar. Die aktuellen Analystenschätzungen für das Geschäftsjahr 2012 gehen von einem Gewinn von 2,32 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 13,67 Milliarden Dollar aus.
Die Aktie steigt nachbörslich aktuell 0,4 Prozent auf 30,51 Dollar.
Christian Hoyer,
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