Luxemburg (BoerseGo.de) - Die Industrieproduktion (ohne Bauwirtschaft) in der Eurozone ist im Dezember um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Damit fiel das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen der Ökonomen aus. Im November stagnierte der Wert im Monatsvergleich. Die schwächste Bilanz hatte im Dezember Deutschland aufzuweisen, wo die Produktion überraschenderweise um 2,7 Prozent eingebrochen war. In Frankreich ging sie um 1,3 Prozent zurück, während sie in Italien um 1,4 Prozent zulegte.
Wie Eurostat weiter mitteilte, sank die Produktion von Investitionsgütern im Dezember gegenüber November um 0,8 Prozent. Die Produktion von Vorleistungsgütern nahm um 0,7 Prozent ab.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Industrieproduktion im Euroraum im Dezember stärker als erwartet. Sie fiel um 2,0 Prozent, während Ökonomen ein Minus von 1,0 Prozent prognostiziert hatten. Im November war die Produktion revidiert um 0,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich mit der Vorperiode sank im vierten Quartal der Ausstoß der EWU-Industrie um 1,5 Prozent. Dies weist auf einen spürbaren Rückgang des BIP im Schlussquartal 2011 hin.
Unter der Industrieproduktion ist die Gesamtheit aller Güter, die im Sektor Industrie ohne Berücksichtigung des Baugewerbes erwirtschaftet werden, zu verstehen. Die Industrieproduktion gilt als wichtiger Indikator für Auf- oder Abschwung einer Volkswirtschaft.
Bernd Lammert
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: