London (BoerseGo.de) – Die Eurozone hat den stärksten Wachstumsrückgang im Mai der vergangenen drei Jahre erlebt. Nach finalen Angaben des Marktforschungsinstituts Markit Economics vom Dienstag sank der Einkaufsmanagerindex von 46,7 Punkten im April auf 46,0 Zähler. In einer Vorabschätzung hatte man allerdings einen noch stärkeren Rückgang auf 45,9 Punkte erwartet.
„Verantwortlich hierfür war laut den befragten Unternehmen die zunehmende politische und wirtschaftliche Unsicherheit, die der ohnehin schwachen Nachfrage auch über die Eurozone hinaus zusätzlich geschadet hat“, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson laut Pressemitteilung.
Mittlerweile bestehe die Konvergenz zwischen den Ländern darin, dass alle von rückläufigem Wachstum erfasst sind. Deutschlands Wirtschaft sei zwar nur geringfügig geschrumpft, doch neben Spanien und Italien ginge es jetzt auch in Frankreich in alarmierendem Tempo bergab. „Italien scheint es am schlimmsten erwischt zu haben, hier deutet der PMI auf einen BIP-Rückgang von 1 Prozent im zweiten Quartal hin. Doch auch Frankreich und Spanien droht ein Rückgang von über 0,5 Prozent“, fuhr Williamson fort.
