Bei der letzten Betrachtung des Euros gingen wir von einer Gegenbewegung aus, die den Euro bis etwa 1,3200 USD antreiben sollte. Tatsächlich wurde diese Marke erreicht und der Wechselkurs fand in der Folge einen Widerstand.
Unter charttechnischen Aspekten könnte nun eine weitere Aufwärtswelle gestartet werden. In Verbindung der anstehenden Widerstände mit dem Gesetz zur Wellengleichheit stehen die Chancen nicht schlecht, dass nach kurzer Konsolidierung ein Ziel von 1,3580 USD erreicht wird. Zur Bestätigung dieser möglichen Welle sollte aber unbedingt der Durchbruch über das letzte Hoch bei 1,3230 USD abgewartet werden, denn das Muster der dann gesamten Erholungsbewegung entspräche zwar einer idealtypischen „a-bc- Korrektur“, allerdings lässt sich keine vorangegangene, elliott-technische Struktur erkennen.
Immerhin liegt auch das 61,8%-ige Retracement der Abwärtsbewegung von Ende Oktober bis Mitte Januar bei etwa 1,3600 USD. Sollte diese Marke im Anschluss überwunden werden, könnte sich sogar eine übergeordnete Aufwärtsbewegung und ein neuer Trend etablieren. Anzeichen, dass der Euro eine solche Dynamik entwickeln kann, sind aber noch nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Momentan ist vielmehr die übergeordnete Abwärtstendenz noch intakt und spricht – nach der erwähnten, möglichen Zwischenerholung – für weitere Verluste. Momentan deutet die Gesamtheit der diversen Methoden daher auf ein übergeordnetes Ziel von etwa 1,2350 USD.
Die Indikatoren fügen sich ebenfalls in dieses Szenario ein, denn während der kurzfristig orientierte RSI noch etwas Platz für weitere Gewinne lässt, hat der mittelfristige MACD noch keine Divergenzen und damit auch keine Wende angezeigt. Diese Divergenzen werden aber vermutlich mit Ausprägen des nächsten zyklischen Tiefs markiert werden.
Fazit: Sollte der Euro in den kommenden Tagen über 1,3230 USD steigen, sind Anschlussgewinne bis knapp 1,3600 USD möglich. Anzeichen für einen weiteren Anstieg sehen wir momentan aber noch nicht. Stattdessen bietet sich eine Bodenbildung erst bei etwa 1,2350 USD an.

Quelle: WGZ-Bank
externer Redakteur
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