Das griechische Parlament hat am Montag in den frühen Morgenstunden das Sparpaket gebilligt, welches den Weg für die Zahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 130 Milliarden Euro ebnen soll. 199 Abgeordnete stimmten für die Maßnahmen, 74 Politiker waren dagegen. Vor dem Parlament demonstrierten am Sonntag etwa 20.000 Menschen. Zudem kam es über das Wochenende zu gewalttätigen Ausschreitungen.
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos hatte das Parlament vor der Abstimmung mit eindringlichen Worten um Zustimmung zu den Sparmaßnahmen gebeten. "Sollte das Gesetz keine Zustimmung finden, wird das Land Bankrott gehen", äußerte er vor dem Beginn der Abstimmung.
Die Zustimmung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Finanzminister der Europäischen Union am Mittwoch ein weiteres Hilfspaket für das Land in Höhe von 130 Milliarden Euro bewilligen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, hat die Troika der griechischen Regierung vorgeschlagen, das noch nicht freigegebene Rettungspaket um 15 Milliarden Euro aufzustocken, damit das hochverschuldete Land in den nächsten drei Jahren ausreichend finanziert ist. Damit würde sich das Mitte der Woche zur Freigabe anstehende Kreditpaket auf 145 Milliarden Euro erhöhen.
Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar seit Freitag leichte Kursgewinne erzielt. EUR/USD notiert bei 1,3254 im Bereich des Hochs der letzten Woche von 1,3321. Oberhalb dieses Bereichs liegt Widerstand bei rund 1,3500 (200-Tagelinie). Das Tagestief von Dienstag bei 1,3085 stellt die nächste größere Unterstützung.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
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