Bei der letzten Betrachtung hatten wir einen kurzen Rückgang des Euro bis auf 1,3000 USD prognostiziert mit anschließendem Durchbruch nach oben. Mit Übertreffen des (ehemaligen) Widerstands bei 1,3230 USD scheint dieser Bruch nun gelungen zu sein. Der Euro hielt sich damit an die idealtypischen, elliott-technischen Vorgaben, so dass sich unser Szenario nicht geändert hat. Fraglich ist nun, wie weit der Euro noch anziehen kann und ob er einen übergeordneten Boden gefunden hat.
Dabei gilt es zunächst, die kurzfristige Tendenz abzugreifen. Im (hier nicht dargestellten) Intraday-Chart ist eine intakte Tendenz zu erkennen. Mit Hilfe des sog. „Measured Move“ lässt sich nun ein Mindestziel von 1,3460 USD berechnen, das Gesetz zur Wellengleichheit spricht sogar für die Marke von 1,3600 USD. Darüber hinausgehende Gewinne lassen sich momentan noch nicht erkennen.
Damit wird gleichzeitig auch die Frage nach dem mittelfristigen Trend beantwortet, denn es lässt sich kein übergeordnetes Wendesignal erkennen.
Im Gegenteil: Momentan fallen die zyklischen Hoch- und Tiefpunkte weiter ab (vgl. Bögen) und zeigen damit eine abwärts gerichtete Tendenz an. Erst wenn das nächste Hoch, das wir bei besagten 1,3600 USD vermuten, nach einer etwa dreiwöchigen Schwäche überwunden wird, lässt sich ein Kaufsignal erkennen. Momentan rechnen wir daher mit einem Zielkurs von etwa 1,2450 USD, an dem dann ein übergeordneter Boden ausgebildet wird.
Dieses Szenario wird von den Indikatoren gestützt, denn der RSI zeigt eine intakte, kurzfristige Tendenz an. Der mittelfristig orientierte MACD lässt hingegen die nötige Divergenz vermissen, die ein Kaufsignal mit Blick auf die nächsten Monate generieren würde. Der zwischenzeitliche Wechsel des Histogramms in den positiven Bereich kann als eine Art „Schuss vor den Bug“ der Euro-Bären gewertet werden.
Fazit: In den kommenden Tagen kann der Euro vermutlich noch etwas zulegen, Hinweise, die auf eine übergeordnete Wende deuten, fehlen aber. Insofern erwarten wir mit Blick auf den Frühlingsbeginn einen Kurs von etwa 1,2450 USD.

Quelle: WGZ Bank
externer Redakteur
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