Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins heute wie erwartet bei unverändert 1,00 Prozent belassen. Auf der Pressekonferenz wurde wie schon im Januar der unsichere Wirtschaftsausblick betont, wobei sich die Hinweise auf eine Stabilisierung der Wirtschaftslage etwas verstärkt haben.
Der Wachstumsausblick für die Eurozone sei trotz der Anzeichen einer Stabilisierung mit Abwärtsrisiken behaftet. So sei das Wachstum im vierten Quartal "sehr schwach" gewesen. Die Schuldenlage in der Eurozone sowie die anstehenden strukturellen Reformen würden sich weiterhin wachstumshemmend auswirken. Die niedrigen Kurzfristzinsen im Euroraum seien daher eine wichtige Konjunkturunterstützung.
Zwar sei der Stress an den Finanzmärkten zurückgegangen, die Kreditbedingungen hätten sich jedoch weiter verschärft. Die Regeln für die einzureichenden Sicherheiten der Geschäftsbanken bei der Liquiditätsbeschaffung sind gelockert worden, was insbesondere kleineren Banken helfen soll. Eine gesonderte Pressemitteilung dazu wird um 15:30 Uhr veröffentlicht werden.
Die Inflation soll noch mehrere Monate über 2,0 Prozent bleiben, danach aber unter 2,0 Prozent sinken. Die Risiken für die Inflation seien "weitgehend ausgewogen", da das schwache Wirtschaftswachstum den Preisdruck vermindere.
EUR/USD notiert bei 1,3281. Das Tageshoch liegt bei 1,3313. Oberhalb dieses Bereichs liegt Widerstand bei rund 1,3500 (200-Tagelinie). Das Tagestief von Dienstag stellt die nächste größere Unterstützung.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
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