Die jüngste Schwäche des Euro im Vergleich zum japanischen Yen hat zu einem erneuten Stresstest der wichtigen Haltezone bei rund 100 JPY geführt. Auf diesem Niveau bilden die beiden zyklischen Tiefs bei 101,03 JPY und 100,74 JPY zusammen mit dem ehemaligen Abwärtstrend seit Oktober 2009 (akt. bei 101,25 JPY) und der Parallelen (akt. bei 100,29 JPY) zum Baissetrend seit April 2011 eine sehr wichtige Bastion. Vervollständigt wird das etablierte Haltebündel durch eine Trendlinie (akt. bei 100,13 JPY), die diverse Tiefpunkte seit Januar 2009 verbindet, sowie das Tief vom Juni 2001 bei 99,87 JPY. Aufgrund des massiven Halteclusters sehen wir auf der angeführten Basis aber Chancen auf eine Stabilisierung, zumal die Trenddynamik – gemessen am ADX auf Monatsbasis – auf historisch sehr hohem Niveau notiert und deshalb kaum mehr zu steigern sein dürfte. Gleichzeitig signalisiert der RSI in diesem Zeitfenster eine positive Divergenz, indem neue zyklische Verlaufstiefs bereits seit November 2008(!) nicht mehr bestätigt wurden. Als erstes Erholungsziel können Anleger die Kombination aus den horizontalen Hürden bei rund 105 JPY und der 90-Tages-Linie (akt. bei 105,55 JPY) ins Auge fassen.

Quelle: HSBC Trinkaus
externer Redakteur
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