Der Überschuss der japanischen Leistungsbilanz ist im Jahr 2011 auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken. Für Dezember lag der Überschuss bei 750 Milliarden Yen, nach 480,4 Milliarden Yen im November, wie das japanische Finanzministerium heute meldete. Die Prognose hat bei 625 Milliarden Yen gelegen.
Im Gesamtjahr lag der Überschuss bei 9,6289 Billionen Yen (umgerechnet rund 950 Milliarden Euro). Im Jahresvergleich war der Wert damit um 44 Prozent rückläufig.
Japan importierte im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder mehr Waren als exportiert worden. Der Grund liegt in erster Linie am Atomunfall in Fukushima, der zu einem massiven Engpass bei der Energieerzeugung geführt hat. Insbesondere im Energiebereich war Japan im letzten Jahr auf Importe angewiesen.
"Japan wird auch im Januar mehr Importe als Exporte ausweisen. In Anbetracht des Nachfrageüberhangs ist ein schwächerer Yen die natürliche Folge“, zitierte Bloomberg Koji Fukaya, Chef-Währungsstratege bei der Credit Suisse in Tokio.
EUR/JPY notiert bei 102,28 auf einem Mehrwochenhoch. Der Widerstand bei 102,19 (Hoch vom 26.01.) wurde überwunden. Damit kommt die fallende 200-Tagelinie bei rund 105,00 ins Visier. Die nächste Unterstützung an der Unterseite stellt das gestrige Tagestief bei rund 100,40.
Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.
Jens Lüders
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