Brüssel (BoerseGo.de) - Die Staats- und Regierungschefs der EU haben heute Abend auf dem EU-Gipfel in Brüssel grünes Licht für den künftigen dauerhaften Krisenfonds ESM gegeben. Der Nachfolger des jetzigen Euro-Rettungsschirms EFSF soll bereits am 1. Juli starten und damit ein Jahr früher als ursprünglich anvisiert. Der Umfang des ESM soll sich auf 500 Milliarden Euro belaufen. Der Rettungsfonds soll sich Kredite am Kapitalmarkt beschaffen und dieses Geld an schwächelnde Euro-Länder aushändigen, damit diese Länder billiger an Geld kommen, als wen sie selbst Kredite am Markt aufnehmen würden. Ob das Volumen für Notkredite ausreicht, soll am nächsten EU-Gipfel im März entschieden werden.
Zusätzlich haben alle EU-Staaten außer Tschechien und Großbritannien einen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin vereinbart. Die 25 Länder verpflichten sich in dem Fiskalpakt zum Sparen und zur Einführung einer Schuldenbremse. Gleichzeitig willigen sie in eine schärfere Haushaltskontrolle der EU sowie in härtere Strafen gegen Schuldensünder ein. Das Sparpaket hat das Ziel, die Staatsdefizite besser unter Kontrolle zu haben und Fälle wie Griechenland künftig zu verhindern.
Christian Hoyer,
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