ETFs: Der DAX ist erwacht
Kategorie: Aktuelle Nachrichten ETF | ETF Analysen | Top-Artikel | Datum: 06.04.2009
Anleger, die sich der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Weltrezession anschließen und daher auf eine Fortsetzung der DAX-Rallye setzen wollen, können dies mit einem ETF auf den DAX tun. Die börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds) kann man wie einzelne Aktien bequem an der Börse kaufen und verkaufen.
Alle hierzulande relevanten ETF-Anbieter haben natürlich DAX-ETFs in ihrem Köcher. Umsatzspitzenreiter bei den DAX-ETFs ist ein Produkt aus dem Hause Barclays:
iShares DAX (WKN: 593393, ISIN: DE0005933931)
Barclays ist einer der größten Bankkonzerne Großbritanniens und mit seiner Marke „iShares“ zugleich Weltmarktführer bei den ETFs. Die Marke steht allerdings zum Verkauf. Das muss die Anleger aber nicht stören. ETFs sind - wie die traditionellen Fonds auch - Sondervermögen. Das bedeutet, das Vermögen des Fonds wird außerhalb des Anbieterkonzerns verwaltet, bleibt also bei einem Konkurs unbeschadet. Die Probleme, die der Bankrott der Lehman Brothers für die Inhaber deren Zertifikate verursachte, sind also bei ETFs nicht zu befürchten.
Kosten:
Bei einem ETF entfallen die oft horrenden Ausgabeaufschläge der traditionellen Fonds. Mit diesen Gebühren finanzieren die Anbieter den aufwendigen Marketing- und Vertriebsapparat. Stattdessen fallen die normalen Wertpapiertransaktionskosten wie bei Aktienkäufen oder -verkäufen an.
Hinzu kommen weitere Kosten:
A. Eine Managementgebühr, die jährlich von der Performance abgezogen wird. Beim iShares DAX beträgt dieser Kostenfaktor 0,15 Prozent.
B. Außerdem gibt es einen Spread, also die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufskursen, die der Anbieter stellt, um den Markt liquide zu halten. Beim iShares DAX macht der Spread derzeit 0,19 Prozent aus.
Alternativ zum dem Barclay-produkt gibt es etwa von der Deutschen Bank den:
dbx-trackers DAX (WKN: DBX1DA, ISIN: LU0274211480)
Kosten:
Managementgebühr 0,45 Prozent. Spread 0,15 Prozent aus.
Fazit: Für langfristig orientierte Anleger ist das Barclays-produkt attraktiver, wegen der geringeren Managementgebühr. Für Trader, die sehr kurzfristig ein- oder aussteigen wollen, könnte vielleicht der etwas niedrigere Spread des Deutsche Bank-Produkts interessanter sein.
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