Stockholm (BoerseGo.de) – Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat 2011 aufgrund des deutschen Beschlusses zum Atomausstieg einen Gewinneinbruch erlitten. Wie der Staatskonzern am Donnerstag mitteilte, fiel das Ergebnis um 21 Prozent auf 10,42 Milliarden schwedische Kronen (rund 1,18 Milliarden Euro).
Der Umsatz brach um 15 Prozent auf 181,04 Milliarden Kronen ein. Das operative Ergebnis sank derweil um 22,3 Prozent auf 23,21 Milliarden Kronen. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, sei das Ergebnis allein durch den deutschen Atomausstieg mit 10,5 Milliarden Kronen belastet worden.
Dennoch ist Konzernchef Øystein Løseth zufrieden mit dem Jahr 2011, das schließlich ein hartes Jahr für den gesamten Energiesektor gewesen sei. Denn auch die sinkenden Energiepreise machten dem Konzern zu schaffen. Deswegen treibt Løseth sein Kostenreduzierungsprogramm weiter voran, mit dem er bis Ende 2013 insgesamt 6 Milliarden Kronen einsparen will.
Vattenfall betreibt unter anderem zahlreiche Braun- und Steinkohlekraftwerke in Deutschland und inzwischen nur noch ein Atomkraftwerk (Brokdorf). Die beiden Vattenfall-AKW Brunsbüttel und Krümmel wurden 2011 vom Netz genommen. Ihre Betriebsgenehmigung erlosch im Zuge des deutschen Atomausstiegs nach dem Fukushima-Unglück.
Susanne Schulz
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