Bonn (BoerseGo.de) - Die Deutsche Post sieht ihre Zukunft in Asien. Laut Konzernchef Frank Appel soll der Umsatzanteil in dieser Region bis zum Jahr 2017 auf ein Drittel steigen. Zum Vergleich: Aktuell trägt Asien mit 20 Prozent zum Geschäft bei. Appel sagte der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag, er gehe von zweistelligen Wachstumsraten im Jahr und Marktanteilsgewinnen für DHL in Asien aus. 2010 lag das Wachstum in Asien bei 40 Prozent, 2011 aber nur noch bei 7,5 Prozent. „Der Hauptgrund für den Rückgang der Geschwindigkeit waren negative Währungseffekte“, erklärte Appel die Diskrepanz.
Die Post ist als Logistikunternehmen besonders von den Schwankungen der Weltkonjunktur betroffen. Noch aber spüre sein Unternehmen keine Abwärtsdynamik, so Appel. „Wir fühlen uns derzeit noch ganz wohl und sehen weltweit auch in diesem Jahr ein robustes Wachstum“. Insofern zeigt sich der Manager konsequent und bestätigte frühere Zielvorgaben. Das Wachstum der Weltwirtschaft sollte in diesem Jahr bei bis zu 3,5 Prozent, das Wachstum des Frachtverkehrs etwa 2 Prozentpunkte darüber liegen. In diesem Jahr will Appel ein operatives Ergebnis zwischen 2,5 und 2,6 Milliarden Euro erzielen. „Allerdings spüren wir im Bereich der Luftfracht eine leichte Abschwächung, und die Frachtraten bleiben volatil, nicht zuletzt aufgrund des Ölpreises“. Appel fügte hinzu: „Wir wollen überwiegend organisch wachsen. Interesse an größeren Übernahmen haben wir nicht“.
Bernd Lammert,