Deutsche Bank verfehlt Ziele und rutscht in Q4 ins Minus

Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Top-Artikel | Datum: 02.02. 09:08

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Frankfurt (BoerseGo.de) – Das größte deutsche Bankinstitut, die Deutsche Bank, ist im vierten Quartal überraschend in die roten Zahlen abgerutscht. Dafür gesorgt hatten hohe Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen sowie mögliche Belastungen aus einem Gerichtsverfahren in den USA. Somit belief sich der Verlust vor Steuern auf minus 351 Millionen Euro nach einem Gewinn vor Steuern von 707 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Nach Steuern verbuchte das Institut einen Gewinn von 186 Millionen Euro nach 605 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dabei profitierte die Deutsche Bank von einem Steuerertrag von 537 Millionen Euro nach einem Ertragsaufwand von 102 Millionen Euro im Vergleichsquartal. Nach Anteilen Dritter lag der Nettogewinn bei 147 Millionen Euro nach 601 Millionen Euro. Damit verfehlte das Geldhaus die Erwartungen der Analysten bei Weitem. Die Aktie ließ um 6 Prozent nach.

Ackermanns 10-Milliarden-Ziel weit verfehlt

Das Ergebnis vor Steuern für das Gesamtjahr 2011 betrug 5,4 Milliarden Euro nach 4,0 Milliarden Euro 2010. Konzernchef Josef Ackermann hatte ursprünglich einen Vorsteuergewinn von 10 Milliarden Euro für 2011 in Aussicht gestellt. Den Gewinn nach Steuern steigerte die Deutsche Bank 2011 von 2,3 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro. Nach Dritten lag der Gewinn bei 4,13 Milliarden nach 2,3 Milliarden im Vorjahr. Damit verfehlte die Deutsche Bank ebenfalls bei Weitem das, was Analysten erwartet hatten und auch das, was Ackermann versprochen hatte. Und trotz der eingetretenen Ergebnissteigerung, bleibt die Dividende bei 0,75 Euro je Aktie stabil.

Ackermann sagte laut Pressemitteilung: „Unsere ´klassischen´ Geschäftsfelder haben 2011 mit Rekordergebnissen marktbedingte Schwächen im Investmentbanking ausgeglichen.“ Die Bank habe eine „hervorragende Ausgangsbasis, den Erfolgskurs der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortzusetzen“, fuhr der scheidende Deutsche-Bank-Chef fort.

Bild: ©flickr.com/World Economic Forum

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