Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Kranhersteller Demag Cranes will bis zu 750 Stellen abbauen. Der Aufsichtsrat habe in seiner letzten Sitzung die Umsetzung des vom Vorstand vorgelegten Restrukturierungsprogramms gebilligt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In diesem Zusammenhang werde im laufenden Geschäftsjahr ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag für die Umsetzung der Maßnahmenpakete zurückgestellt. Die Maßnahmen sollen die Zukunft des Unternehmen nachhaltig sichern und in den Folgejahren zu deutlichen Einsparungen führen.
Wie bereits mehrfach angekündigt, hat der Vorstand damit auf eine Verschärfung der Wirtschafts- und Finanzkrise, verbunden mit negativen Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung des Demag Cranes Konzerns, reagiert. Diese Planungen seien durch den deutlichen Nachfragerückgang sowohl bei Industriekranen als auch in der Hafentechnologie erforderlich geworden.
Da die Kran- und Fördertechnikindustrie als spätzyklisch gilt, bekommt der Demag Cranes Konzern die negativen Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise vollumfänglich mit einer zeitlichen Verzögerung von rund sechs Monaten zu spüren. Der Konzernauftragseingang im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 lag infolgedessen mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die dadurch notwendigen Kapazitätsanpassungen sind aus Sicht des Unternehmens nicht allein über arbeitsmarktpolitische Instrumente wie den Abbau von Leiharbeitern oder Kurzarbeit zu bewältigen.
Thomas Gansneder,
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