DAX - Konsolidierung oder doch mehr?

Kategorie: godmode-trader: Kommentar | Kommentare OS/KO | HSBC Bund Future Kommentare | Datum: 14.02. 08:35

Kaum neue Impulse brachte der Wochenauftakt beim DAX®. Aufgrund der geringen Handelsspanne von lediglich 65 Punkten und einem kleinen Kerzenkörper ist diese Erkenntnis aber auch wenig verwunderlich. Per Saldo befinden sich die deutschen Standardwerte weiter im Konsolidierungsmodus. Mehr als ein Kräftesammeln droht erst bei einem Abgleiten unter das Tief vom 10. Februar, wodurch eine kurzfristige Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart) komplettiert würde. Das rechnerische Abschlagspotential aus einer kurzfristigen Toppformation müsste auf knapp 200 Punkte taxiert werden, so dass bei einer negativen Weichenstellung auch wieder die alten Ausbruchsmarken zwischen 6.514 und 6.431 Punkten zur Disposition stünden. In diesem Zusammenhang sollten Anleger auch die Entwicklung des MACD auf Tagesbasis im Auge behalten, denn beim Trendfolger droht erstmals in diesem Jahr ein Verkaufssignal. Damit wird gleichzeitig das Zeitfenster für ein sofortiges Schließen der Kurslücke von Anfang August 2011 bei 6.938/54 Punkten kleiner. Dennoch definieren wir auf der Oberseite einen Anstieg über das bisherige Verlaufshoch bei 6.838 Punkten als Signalgeber für dieses Szenario.

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Euro Bund Future - Bären müssen sich gedulden

Die Rentenmarktbären werden weiter auf die Probe gestellt. So testete der Euro-BUND-Future zwar zuletzt die entscheidende Haltezone aus dem Aufwärtstrend seit April 2011 (auf Tagesbasis akt. bei 137,62) und dem Tief vom 24. Januar bei 137,18, eine negative Weichenstellung lässt aber (bisher) auf sich warten. Da ein „Break“ dieser Schlüsselzone deutliches Abschlagspotential freisetzen würde, sollten Anleger dieses Level weiter als Sell-Trigger für das Zinsbarometer im Hinterkopf haben. So eröffnet eine Aktivierung dieses Signalgebers über ein abgeschlossenes Doppeltop zunächst ein Rückschlagsrisiko von 300 Ticks, während eine dann ebenfalls vervollständigte Keilformation sogar noch deutlich tiefere Notierungen befürchten lässt. Andererseits präsentiert sich der Euro-BUND-Future unverändert robust, so dass es auf der Oberseite die 38-Tages-Linie (akt. bei 138,60) bzw. das Hoch vom vergangenen Freitag bei 138,78 zu beachten gilt. Ein Sprung über dieses Niveau würde den „inside day“ vom Wochenauftakt nach oben auflösen und damit den Druck von den o. g. Schlüsselgrößen auf der Unterseite nehmen.

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FMC AG & Co. KGaA - Aufsteigendes Dreieck?

Der fulminante Jahresauftakt der deutschen Standardwerte sorgte dafür, dass vor allem „high beta“-Titel gefragt waren. Wenig verwunderlich ist im bisherigen Jahresverlauf deshalb das „Hinterherhinken“ der FMC-Papiere (+4,9 %) im Vergleich zum DAX® (+14,2 %). Dennoch befindet sich der Gesundheitskonzern derzeit in einer vielversprechenden Ausgangslage: So bilden die letzen Hochpunkte zwischen 55,52 EUR und 55,80 EUR in Verbindung mit dem Aufwärtstrend seit August 2011 (akt. bei 52,53 EUR) ein aufsteigendes Dreieck. Da diesem Kursmuster ein trendbestätigender Charakter zukommt, dürfte ein Spurt über die o. g. Hochs bei 55,52/80 EUR für neuen Schwung sorgen. Das kalkulatorische Anschlusspotential – abgeleitet aus dem beschriebenen Konsolidierungsmuster – ließe sich in der Folge auf rund 13 EUR taxieren. Zusätzlichen Rückenwind bekommt das Papier durch die Tatsache, dass dieser Befreiungsschlag gleichzeitig mit einem neuen Allzeithoch einhergehen würde. Auf der Unterseite dient die 38-Tages-Linie (akt. bei 53,83 EUR) zusammen mit dem Hoch vom Oktober 2011 bei 53,61 EUR als erste Haltezone. Als Absicherung für neue Longpositionen bietet sich aber vor allem der o. g. Aufwärtstrend an.

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Über den Autor:

Jörg Scherer,
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