DAX: Flucht der Amerikaner?

Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Marktberichte | Trackbox: Intraday Marktkommentierung | Top-Artikel | Datum: 17.02.2009

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Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt wurde heute wieder einmal - wie auch die Börsen im „Rest der Welt“ - massiv unter Druck gesetzt, von wem auch immer. Wirklich neues gab es dafür nicht, lediglich die sattsam bekannten Konjunktur- und Bankenängste. Auffällig war, dass die Futures an der Wall Street längst vor dem Beginn des US-Börsenhandels schon tief in den roten Bereich abtauchten. Anscheinend wurde hier gezielt verkauft, vermutlich mit der Absicht, den Markt zusätzlich zu verunsichern. Immerhin verdienen die Leerverkäufer üppig an der allgemeinen Verkaufspanik. Prügelknaben sind natürlich wieder einmal die globalen Bankkonzerne. Die deutsche Aktien wurde vor allem durch Moody`s belastet. Die US-Rating-Agentur beklagte das Engagement der europäischen Kreditkonzerne in den kriselnden ostereuropäischen Nachbarländern. Da sich die wirtschaftliche Lage dort rapide verschlechtert, würden Rückzahlung und Verzinsung der Bankenforderungen an die Nachbarländer zunehmend in Frage gestellt, behauptete die Agentur. Weil sich die Amerikaner  jetzt auch noch Sorgen über die enge Verflechtung Westeuropas mit seinen kränkelnden östlichen Nachbarn machen, zogen sie heute wieder etwas Geld aus Europa zurück. Das setzte nicht nur die Aktienkurse sondern auch den Euro unter Druck. Der Xetra-DAX schloss mit einem Tagesverlust von 3,44 Prozent auf 4.216 Punkte.

Vergleichsweise glimpflich kamen im heutigen Schlamassel die als defensiv geltenden Unternehmen -  mit wenig Ost-Engagement - davon. Das galt etwa für die beiden Versorger RWE und E.ON, dem Konsumchemiekonzern Beiersdorf (Nivea, Tesa) oder - die an solchen Tagen stets gefragten - Fresenius Medical Care.


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Bild: ©www.flickr.com/Petrick2008

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Über den Autor:

Gerhard Maier,
Redakteur

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