DAX: Erholung nimmt Fahrt auf

Kategorie: godmode-trader: Kommentar | Kommentare OS/KO | HSBC Bund Future Kommentare | Datum: 02.09.2010

Chart
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Nachdem wir uns jüngst etwas aus dem Fenster gelehnt hatten, nimmt der DAX® nun endlich Fahrt auf! Die Rückeroberung der Schlüsselwiderstandszone aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 5.959 Punkten) und dem Aufwärtstrend seit Februar (akt. bei 5.966 Punkten) hat sich dabei als der erwartete Katalysator erwiesen, so dass das verbliebene Restgap vom 24. August (5.995 zu 5.978 Punkte) zügig geschlossen wurde. Unterstützt wurde die gestrige Kursrally zudem durch das schon mehrfach angesprochene saisonale Verlaufsmuster des in der Regel freundlich ausfallenden ersten Handelstags des Monats. Die Tatsache, dass das Aktienbarometer den Handel nahezu auf Tageshoch (6.088 Punkte) beendete, lässt für die nächsten Handelstage trotz der etwas leichter zu erwartenden Eröffnung hoffen. Als längerfristiger Kurstreiber könnte sich die Rückeroberung der Tiefs bei 6.059/62 Punkten erweisen, wodurch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation auf Stundenbasis negiert wurde. Die nächsten Hürden warten auf die deutschen Standardwerte in Form der 200-Stunden-Linie (akt. bei 6.115 Punkten) bzw. dem ehemaligen Haussetrend seit Ende Mai (akt. bei 6.131 Punkten).




Euro-Bund-Future: Korrektur eingeleitet

Der Euro-Bund-Future hatte gestern den ganzen Handelstag mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen. Dabei stand auch die Haltezone aus dem Tief vom vergangenen Freitag bei 133,35 und dem alten Rekordhoch bei 133,02 zur Disposition. Verstärkt wird diese Bastion durch die inzwischen bei 132,98 verlaufende 200-Stunden-Linie. Bei einem Abgleiten unter das angeführte Haltebündel dürfte sich die Konsolidierung deutlich ausweiten; zumal im Tagesbereich ein nicht ganz idealtypischer „evening star“ ausgeprägt wurde und dann aus Sicht des Stundencharts zudem eine Topformation komplettiert wäre, aus der sich immerhin ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 150 Ticks ableiten ließe. Inzwischen warten auch die ersten Indikatoren mit Verkaufssignalen auf. An dieser Stelle möchten wir den RSI auf Tagesbasis hervorheben, wo neben einem einfachen Verkaufssignal auch eine Topbildung vorliegt. Als übergeordnetes Korrekturziel bietet sich vor allem der Bereich um 130 an. Auf diesem Niveau fällt die 38-Tages-Linie (akt. bei 130,55) mit dem Hoch vom 8. Juni bei 130,37 sowie der Parallelen (akt. bei 129,70) zum Aufwärtstrend seit Juni 2009 zusammen.





Silber: Auf dem Sprung?


Die Haltezone aus dem adjustierten Haussetrend seit Herbst 2008 (akt. bei 18,09 USD) und der 200-Tages-Linie (akt. bei 17,73 USD) hat sich zuletzt als Sprungbrett für den Silberpreis erwiesen. Dank der jüngsten Kursavancen rücken nun wieder ganz entscheidende Barrieren in den Fokus. Als solche definieren wir die alten Hochs zwischen 19,43 USD und 19,79 USD, an denen in den letzten zwei Jahren bereits vier Mal Kursschübe zum Erliegen kamen. Wird dieser „Deckel“ gelüftet, wäre die Basis für einen Sprint bis zum Mehrjahreshoch vom März 2008 bei 21,24 USD gelegt. Im Erfolgsfall dürfte aber selbst diese Hürde nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen. Als weitere Anlaufmarke ist bei rund 25 USD ein Hoch aus dem Jahr 1980 anzuführen. Lohnenswert erscheint uns derzeit ein Blick auf den Candlestickchart auf Monatsbasis: Hier steht ein „bullish engulfing“ zu Buche, das die Körper der letzten drei(!) Vormonatskerzen umschließt. Neben diesem positiven Kerzenmuster lassen die technischen Indikatoren auf eine positive Weichenstellung hoffen. So sind die Trendfolger MACD und Aroon aktuell „long“ positioniert; ersterer weiß zudem mit einem neuen Kaufsignal auf Wochenbasis zu gefallen. Auf der Unterseite gilt es, die eingangs erwähnte Haltezone fortan nicht mehr zu unterschreiten.




Commerzbank AG: Eine neue Chance?


Nach der Rally von Anfang Juni bis Anfang August ist die Commerzbank-Aktie zuletzt in den Korrekturmodus übergegangen. Auf Basis des Haltebündels aus der 200-Tages-Linie (akt. bei 6,17 EUR), der horizontalen Unterstützung bei 6,09 EUR und dem ehemaligen Abwärtstrend seit Januar (akt. bei 6,02 EUR) scheint der Banktitel nun aber einen Boden zu finden. Als Indiz hierfür werten wir die ausgeprägten Lunten der letzten Tageskerzen, die den Stimmungswandel sichtbar machen. Insbesondere einen Anstieg über das Hoch der gestrigen Umkehrkerze – ein sog. „weißer Hammer“ bei 6,35 EUR; gleichzeitig das zyklische Hoch an 3 der letzten 4 Tage – definieren wir als Signalgeber für eine nachhaltige Aufwärtsreaktion. Im Erfolgsfall dienen die Hochpunkte vom Januar bzw. August bei 7,11/37 EUR als nächste Anlaufzone. Übergeordnet glauben wir unverändert an eine verschachtelte Bodenbildung (siehe Chart), so dass der jüngste Kursrückgang nochmals eine günstige Gelegenheit zum Einstieg darstellt, zumal eine enge Absicherung auf Basis des o. g. Unterstützungsclusters Neuengagements mit einem günstigen Chance-Risiko-Profil ermöglicht.






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Über den Autor:

Jörg Scherer,
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