Auch am zweiten Handelstag nach dem wichtigen charttechnischen Ausbruch konnte der DAX weiter zulegen und ein neues Bewegungshoch erzielen. Dieses lag bei knapp 6.580 Punkten. Im Gegensatz zum umsatzstarken Handel am Freitag zeigte sich gestern jedoch nur ein durchschnittliches Volumen.
Dieses Marktgeschehen bestätigt den zum Wochenauftakt gelungenen Ausbruch über den charttechnischen Schlüsselwiderstandsbereich um 6.445 Punkte und damit den abgeschlossenen Bodenbildungsprozess („inverse „Kopf-Schulter“- Formation“). Das Mindestkursziel aus diesem positiven Umkehrmuster liegt in etwa bei 6.875 Punkten. Da es bis dorthin noch ein Stückchen Wegstrecke zurückzulegen gilt, erscheint es uns sinnvoll, nach charttechnischen Etappenzielen zu suchen. Diesbezüglich erscheint der Bereich um 6.615/6.635 Punkte prädestiniert, denn dort liegt die sog. „Measured Move“-Projektion der ersten Aufwärtsbewegung im DAX vom 5. bis zum 21. Juni sowie das 161,8%-Fibonacci- Retracement der letzten kurzfristigen Konsolidierung. Insofern besitzt der DAX die Chance, bis dorthin weiterzulaufen, ehe es zu einer „pull back“-Bewegung kommen sollte.
Insgesamt lässt sich auf Basis eines auf niedrigem Niveau nach oben eindrehenden „ADX“ (Trendintensitätsindikator), eines günstigen zyklischen Umfelds und des gelungenen charttechnischen Ausbruchs ein neu entstehender mittelfristiger Aufwärtstrend postulieren.

Quelle: DZ Bank
externer Redakteur