Hamburg (BoerseGo.de) – Die Commerzbank will die Bilanzsumme der gewerblichen Immobilienfinanzierung der Tochter Eurohypo um mehr als die Hälfte auf 25 Milliarden bis 30 Milliarden Euro eindampfen. Damit will die angeschlagene Bank eines ihrer größten Probleme so schnell wie möglich loswerden, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstagnachmittag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.
Die radikale Verkleinerung habe die Bank dem EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia angeboten. Der verbleibende Kern der Eurohypo solle demnach im Mutterkonzern aufgehen. „Das ist das einzige Szenario, das derzeit noch diskutiert wird“, sagte ein Insider zu Reuters. Dabei müssten wohl 300 der 1000 Mitarbeiter gehen, hieß es weiter aus Kreisen.
Eigentlich hatte Almunia im Gegenzug für die Genehmigung der staatlichen Unterstützung der Commerzbank einen kompletten Verkauf der Eurohypo bis 2014 gefordert. Ohne schmerzhafte Konzessionen wird sich Beobachtern zufolge Almunia eine Genehmigung nicht aus dem Kreuz leiern lassen. In Bankenkreisen ist man sich einig, dass es nicht einfach werde, Almunia zu überzeugen.
Die Eurohypo ist ein riesiger Klotz am Bein der Commerzbank. Insgesamt verfügt sie noch über eine Bilanzsumme von gut 200 Milliarden Euro. „Eine Lösung für die Eurohypo wäre ein Riesenschritt nach vorne“, sagte ein großer Investor.
Susanne Schulz
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