PARIS (Dow Jones) - Gewinne der Europäischen Zentralbank (EZB) aus griechischen Staatsanleihebeständen müssen nach Aussage von EZB-Direktoriumsmitglied Benoit Coeure an die Staaten im Euroraum überwiesen werden. In einem Interview mit der Tageszeitung Liberation sagte Coeure: "Sollte ein Gewinn anfallen, dann müsste er wie alle monetären Erträge an die Staaten verteilt werden. Diese könnten sie einsetzen, um die Tragfähigkeit der griechischen Schulden zu verbessern." Eine Beteiligung der EZB an einem privaten Schuldenschnitt kommt für Coeure nicht in Betracht. So etwas komme nicht in Frage, weil die EZB-Bestände nicht Teil eines Investment-Portfolios seien, sagte er.
EZB-Präsident Mario Draghi hatte in der vergangenen Woche eine Beteiligung der EZB an einem neuen Hilfspaket für Griechenland nicht ausgeschlossen. Er hatte allerdings darauf hingewiesen, dass die EZB keine Verlust aus ihren Anleihebeständen akzeptieren würde, weil dies einer monetären Staatsfinanzierung gleichkäme.
DJG/DJN/hab/sgs
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