Citigroup sieht zu China Platzen von Vermögensblase nahezu als gewiss

Kategorie: Fundamentalanalyse / Research | Asien-News | Top-Artikel | Datum: 25.03.2010

New York (BoerseGo.de) - China befindet sich offenbar auf dem Weg zu einer Vermögensblase, die danach voraussichtlich platzen wird. Davon gehen gemäß einem Bericht von Bloomberg die Volkswirte der Citigroup aus. Eine solche Verwerfung könne sich über drei Jahre erstrecken und werde durch eine Straffung der Geldpolitik vermutlich nicht verhindert. Der entsprechende Verwerfungsprozess beginne im Wohn-Immobilienmarkt und breite sich danach auf den Markt für gewerbliche Immobilien aus. Letztendlich werde auch der Aktienmarkt getroffen. Bis zur Bildung einer Vermögensblase dauere es noch zwei Jahre. Das Platzen dürfte noch mindestens drei Jahre auf sich warten lassen.

China unternehme gegen die Gefahr einer Überhitzung im Finanzsektor und in der realen Wirtschaft nicht sehr viel. Die Maßnahmen hätten keine ausreichende Kraft, um nach einem großen Investmentboom eine Blase und deren Platzen zu vermeiden. Die Experten sind sich über eine solche Entwicklung ziemlich sicher. In diesem Fall handle es sich um einen Spiegel von Erfahrungen aus anderen Ländern mit lockeren Kreditbedingungen unter dem Hintergrund von starken Fundamentaldaten und einer angeheizten Innovation im Finanzbereich. Es sei unwahrscheinlich, dass sich China in diesen Tagen von anderen vergleichbaren Verhältnissen unterscheidet, falls sich die chinesischen Verantwortungsträger in ihrer Strategie nicht von den Vorgehensweisen in anderen Ländern zu früheren Zeiten unterscheiden. Die Autoritäten in China hätten nicht die Absicht Investoren in ihrer Ausgelassenheit zu dämpfen, zumal die Führer ansonsten um die Erhaltung von Befugnissen für Einflussnahmen fürchten. Zudem gebe es die Notwendigkeit für ein Investitionswachstum, um das von der Regierung angepeilte Wachstumsziel für die Wirtschaft von 8 Prozent zu erreichen und die Beschäftigung anzukurbeln.

Bislang sei es nur wenigen Regierungen gelungen, Investmentbooms mit anschließenden Blasenbildungen erfolgreich zu bekämpfen. Wenn die Vermögensblase platzt gebe es eine schmerzhafte Auswirkung für China und seine Handelspartner. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft dürfte aber nicht entgleisen, so lange die Führer des Landes danach streben, die Wirtschaft in Richtung einer stärkeren Abhängigkeit von der inländischen Nachfrage zu lenken, heißt es weiter in dem Bericht.
Bild: ©iStockphoto.com/busypix

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