Chinas Premier Wen Jiabao: Erholung noch nicht stabil

Kategorie: Asien-News | Wirtschaftsdaten Asien-Pazifik, Australien | Allgemein Asien-Pazifik + Japan (Politik, Makro-Wirtschaftsdaten, etc.) | Asien-News (Macquarie) | Datum: 16.07.2012

Peking (BoerseGo.de) – In China dürften die wirtschaftlichen Probleme noch eine Zeit lang anhalten. „Die Erholung der chinesischen Volkswirtschaft ist noch nicht stabil und die ökonomischen Belastungen werden noch eine gewisse Zeit anhalten“, warnte Premier Wen Jiabao am Sonntag laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua während einer Inspektionsreise durch den Südwesten Chinas.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im 2. Quartal um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, wie das National Bureau of Statistics am Freitag mitteilte. Das Wachstumstempo ist damit das Geringste seit dem ersten Quartal 2009. Im ersten Quartal wurde noch ein Wirtschaftsanstieg von 8,1 Prozent notiert.

Im zweiten Halbjahr wird die Regierung ihre Anstrengungen zur „Fein-Adjustierung“ ihrer politischen Maßnahmen erhöhen damit die heimische Wirtschaft effizienter angekurbelt werden kann, so Wen. Der Premier wies dabei darauf hin, dass das chinesische Wirtschaftswachstum derzeit langsamer aber stabiler verläuft. China hat weiterhin ein großes Wachstumspotenzial unterstrich der chinesische Premier.

Investoren sorgen sich darüber, ob es China gelingt seine hohen Wachstumsraten weiter aufrechtzuerhalten. Die chinesische Notenbank People Bank of China (PBoC) hatte Anfang Juli erneut ihren Leitzins gesenkt und reagierte damit auf die an Fahrt verlierende heimische Volkswirtschaft. Der Einlagensatz verringere sich um 0,25 Punkte auf 3,0 Prozent. Der Ausleihungssatz fiel um 0,31 Punkte auf 6,0 Prozent.

Es war bereits der zweite Zinsschritt der PBoC in weniger als einem Monat. Erst am 7.Juni hatte die Zentralbank beide Sätze um jeweils 25 Basispunkte gesenkt. Im Vorjahr 2011 wurde der chinesische Leitzins noch drei Mal erhöht. Den überraschenden Schritt werten Beobachter als Signal für die Alarmstimmung in Peking bezüglich des Zustands der heimischen Wirtschaft.

Die Weltbank hatte ihre BIP-Prognose für China für 2012 zuletzt auf ein Plus von 8,2 Prozent reduziert und verwies dabei auf einen signifikanten Rückgang bei Investitionen und Konsum sowie eine schwache Auslandsnachfrage. Für 2013 sieht die Weltbank ein Wachstum von 8,6 Prozent.

Die Asian Development Bank (ADB) senkte ihre Wachstumsprognose für 2012 jüngst auf von 8,5 auf 8,2 Prozent. Für 2013 geht die ADB nun von einem BIP-Plus von 8,5 Prozent aus, nach zuvor 8,7 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat ein Wachstum von 8,2 Prozent für 2012 prognostiziert.

Bild: ©iStockphoto.com

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Christian Zoller,
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