Beijing (BoerseGo.de) – Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat härtere Strafen bei Verstößen gegen die Lebensmittelsicherheit in China gefordert, berichtet Bloomberg am Donnerstag. Im Jahr 2008 verstarben sechs Babys durch mit Melamin verunreinigtes Milchpulver. 300.000 weitere Personen wurden damals krank.
Im vergangenen Jahr fanden die chinesischen Behörden nicht genehmigte Zusätze in Schweinefleisch und zu hohe Mengen eines Toxins in einigen Milchprodukten. Die chinesische Lebensmittelaufsichtsbehörde fand in der Milch damals Schimmelpilzgifte, die schwere Leberschäden und Leberkrebs auslösen können. Das Gift war durch verunreinigtes Futter in die Milch gelangt. Darüber hinaus kam es jüngst zu missachteten Vorschriften bei Eiern, was zu gesundheitlichen Problemen bei den Konsumenten führte.
Die Regierung in Peking hat den Provinzregierungen befohlen, strengere Qualitätsprüfungen einzuführen. China steht vor der Hausforderung die Lebensmittelsicherheit trotz der steigenden Nahrungsmittelnachfrage sicherzustellen. Den chinesischen Behörden schwebt nun ein Rechtsrahmen vor, der proaktiv Verstöße gegen die Lebensmittelsicherheit verhindern soll.
Jens Lüders
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: