Der Index der Einkaufsmanager von Chicago ist im Juni leicht von 52,7 auf 52,9 Punkte gestiegen. Damit beendete er eine Talfahrt, die in ihn aus hohen Regionen in die Nähe der 50-Punkte-Marke geführt hatte, die die Grenze zwischen Kontraktion und Expansion bildet.
Die Verbesserung im Juni resultierte vor allem aus einem deutlichen Anstieg der Produktionskomponente um 7 auf 57 Punkte. Dagegen schwächte sich der Index für die Auftragseingänge nochmals um 1 Punkt auf 51,9 Punkte ab. Positiv gestaltet sich weiterhin die Beschäftigungsentwicklung. Der entsprechende Teilindex erhöhte sich um 3,4 auf hohe 60,4 Punkte.
Nachdem sich andere regionale US-Stimmungsindikatoren im Juni zum Teil deutlich abgeschwächt hatten, stellt der leichte Anstieg des Chicago PMI eine positive Überraschung dar. Aber auch dies wird wohl ein Sinken des nationalen Einkaufsmanagerindexes, ISM, der am Montag bekannt gegeben wird, nicht verhindern.
Im Gegenzug zum Anstieg des Chicago PMI ist das US-Verbrauchervertrauen im Juni deutlich gesunken. Der Index der Uni Michigan rutschte kräftig um 6,1 Punkte auf 73,2 Punkte, womit die vorläufige Schätzung noch nach unten korrigiert wurde. Der Rückgang des Indexes beendete sehr jäh eine neunmonatige Kletterpartie. Auf dem derzeitigen deutet der Indikator zwar weiterhin auf ein Wachstum des privaten Verbrauchs hin. Von Dynamik dürfte aber zunächst nicht viel zu sehen sein.
Quelle: Postbank Research
externer Redakteur