Edinburgh (BoerseGo.de) - Stephen Hester, Chef der Royal Bank of Scotland, wird nach massiver Kritik auf eine Sonderzahlung in Höhe von fast einer Million Pfund verzichten. Das teilte die überwiegend verstaatlichte Bank nach Berichten der britischen Nachrichtenagentur PA am Sonntag mit. Hester hatte bereits am Samstag angekündigt, seinen Bonus nicht anzunehmen. Am Sonntag schließlich hatte Aufsichtsratschef Philip Hampton interveniert und den Verzicht offiziell verordnet.
Die jetzt geplante Prämie war in der britischen Öffentlichkeit massiv auf Kritik gestoßen, auch weil die RBS erst vor wenigen Wochen angekündigt hatte, weitere 3500 Stellen zu streichen. Der britische Finanzminister George Osborne begrüßte jetzt die "vernünftige und willkommene" Entscheidung des Managers.
Hester sollte 3,6 Millionen Aktien der Royal Bank of Scotland (RBS) als Bonusleistung erhalten, die derzeit etwa knapp ein Million Pfund wert sind. Im vergangenen Jahr hatte er einen Bonus in doppelter Höhe erhalten. Sein Grundgehalt beträgt 1,2 Millionen Pfund.
Bernd Lammert
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