In der letzten Woche zeigte der Bund Future teilweise deutliche Tagesschwankungen, stichtagsbezogen präsentiert sich das Rentenbarometer aber wenig verändert.
Unter charttechnischen Aspekten bleibt damit weiterhin der leicht abwärts gerichtete Trendkanal tonangebend. Die Grenzen dieses Kanals verlaufen bei 139,50% sowie 136,60% und lassen damit eine breite Schwankung zu. Mit dem nächsten zyklischen Hochpunkt, den wir am Donnerstag erwarten, wird dann auch über die mittel- bis langfristige Entwicklung entschieden. Momentan besteht noch die Möglichkeit einer abgeschlossenen „a-b-c-Korrektur“. Sollte das letzte Hoch bei 139,89% nochmals übertroffen werden, ändert sich das mittelfristige Szenario nicht. Schafft der Bund Future den Sprung über diese Marke hingegen nicht und verletzt anschließend die doppelt abgesicherte Unterstützung bei 136,60%, wird ein Zielniveau von knapp 133,00% wahrscheinlich.
Wie schnell diese Marke dann erreicht wird, ist unterdessen unklar, denn unter zyklischen Gesichtspunkten könnte eine mögliche Abwärtsbewegung bis Mitte Mai anhalten.
Unterstützend für den Bund Future sollte sich hingegen die aktuelle Konstellation der US-Rendite auswirken. In deren Chart ist lediglich unklar, ob die Sätze in einer Seitwärtsrange oder in einem leicht abwärts gerichteten Trendkanal tendieren. Letzterer beschränkt die Schwankungsbreite auf der Oberseite auf die Marke 2,03% auf Schlusskursbasis (aktuell: 1,98%). Den nächsten Widerstand finden die Sätze bei einem eventuellen Durchbruch dann bei 2,11%, so dass wir von dieser Seite keine größeren Belastungsfaktoren für unser heimisches Rentenbarometer erkennen können.
Entscheidend weiterhelfen können die Indikatoren bei der Prognose nicht, denn sie zeigen sich neutral. Alleine das MACD-Histogramm zeigt abfallende Tiefpunkte, doch sollten diese Signale in einer Seitwärtsbewegung – die seit Dezember zweifelsohne zu erkennen ist – nicht überbewertet werden.
Fazit: An unserer Einschätzung hat sich nichts geändert. Während der Bund Future kurzfristig erratisch schwanken kann, dürfte er auf übergeordneter Zeitebene eine marginal abwärts gerichtete Tendenz einnehmen.

Quelle: WGZ-Bank
externer Redakteur
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