New York (BoerseGo.de) - Zufluchtshäfen wie Staatsanleihen bieten nach Ansicht von Star-Investor Warren Buffett nur vermeintliche Sicherheit. Der Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway warnt Anleger davor, ihr Geld aus Risikoscheu in festverzinsliche Anlagen wie Anleihen zu stecken. "Diese währungsbasierten Investments gelten als 'sicher', aber in Wahrheit gehören sie zu den gefährlichsten Vermögenswerten überhaupt", schreibt Buffett in einem Gastbeitrag für das US-Magazin "Fortune". „Im vergangenen Jahrhundert haben diese Papiere die Kaufkraft vieler Investoren in vielen Ländern zerstört“, fügte er hinzu.
Die Zinsen von Anleihen würden langfristig von der Inflation aufgefressen, Investitionen in solche Instrumente lohnten deshalb nur in Hochzinsphasen. "Die gegenwärtigen Zinsen kompensieren aber noch nicht einmal annähernd den Verlust an Kaufkraft, den Anleger riskieren. Derzeit sollten Anleihen mit Warnhinweisen versehen werden," führt Buffet aus. Angesichts von Besteuerung und Inflation gelte dies auch dann, wenn die Anleihen immer pünktlich bedient worden seien, so der Investor weiter.
Buffett betonte in seinem Artikel aber, dass auch seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway Milliarden an Staatsanleihen halte. Trotz der niedrigen Zinsen hätten die Papiere einen großen Vorteil: Sie seien das einzige Investment, das auch unter chaotischen Verhältnissen zu Geld gemacht werden könne.
Bernd Lammert
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