New York (BoerseGo.de) – Die US-Großbank J.P. Morgan hat in einer aktuellen Branchenstudie zu US-Investmentbanken mehrere Institute im Rating abgestuft.
So wurde die Aktie des Branchenkollegen Goldman Sachs von "Overweight" auf "Neutral" gesenkt, das Kursziel aber bei 120,00 US-Dollar belassen (Vortages-Schlusskurs 108,87 US-Dollar). Gemessen an den Konsensprognosen für das Jahr 2012 wird die Goldman Sachs-Aktie mit einem KGV von 8,3 gehandelt.
Morgan Stanley-Papiere wurden seitens der J.P. Morgan-Analysten von "Overweight" auf "Neutral" reduziert, das Kursziel indes mit 23,00 US-Dollar bestätigt (Vortages-Schlusskurs 18,21 US-Dollar).
US-Investmentbanken müssten sich weiterhin mit unvorhersehbaren regulatorischen Widerständen rechnen, schrieben die J. P. Morgan Analysten. Die Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit europäischen Investmentbanken werde dadurch erheblich eingeschränkt.
Neue Regeln in den USA beschränken das profitable Geschäft mit Derivaten. Zudem werden die Geldhäuser angehalten, sich weitgehend aus dem spekulativen Eigenhandel zurückzuziehen. Für den größten Reformbedarf sorgen die neuen Eigenkapitalregeln. Zentrale Forderung ist eine harte Kernkapitalquote von sieben Prozent ab 2019. Heute liegt die Schwelle bei zwei Prozent. Bereits ab 2013 müssen die Banken ihre Kapitalpuffer verstärken.
Bernd Lammert
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