Seattle (BoerseGode) – Das Boeing-„Paradeflugzeug“, der Dreamliner 787, bereitet dem Konzern wenige Monate nach seiner Markteinführung erneute Probleme. Nach einem Bericht der "Seattle Times" vom Sonntag halten Kohlefaserteile im Rumpfbereich nicht richtig zusammen. Demnach wurden bestimmte Zwischenteile bislang falsch eingebaut. Die Zeitung berichtete, durch den Baufehler hätten sich bei einigen Flugzeugen Teile vom Rumpf abgelöst. Boeing untersuche deshalb alle bereits ausgelieferten und fertig gebauten Maschinen auf den Fehler. Laut anderweitiger Medienberichte sollen mindestens drei Maschinen betroffen sein. Boeing selbst nannte keine Details. Vom Unternehmen hieß es lediglich, die Probleme seien erkannt und die Reparatur mache Fortschritte. Die Flugzeuge seien aber sicher.
Die neuen Kohlefasermaterialien, die im Dreamliner eingesetzt werden, hatten Boeing bereits milliardenschwere Mehrkosten eingebrockt. Der Dreamliner wurde erstmals im September mit mehr als drei Jahren Verspätung ausgeliefert. Bei Langstreckenflügen soll die Maschine mit Platz für 330 Passagiere bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen als herkömmliche Modelle.
Bernd Lammert
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