Hamburg (BoerseGo.de) – Der frischgebackene Unternehmer Roland Koch will seinen Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger stärker internationalisieren. Der ehemalige hessische Ministerpräsident hat den MDax-Konzern am 1. Juli mit einer gut gefüllten Kriegskasse von rund 1 Milliarde Euro übernommen. Und die will er nun auch nutzen, wie er in einem Zeitungsinterview mit der Financial Times Deutschland (FTD – Freitagausgabe) sagte.
„Bilfinger Berger wird internationaler werden. Im Gebäudeservice konzentrieren wir uns auf Europa. Wir sind zum Beispiel in Italien noch nicht gut genug verankert. Auch Großbritannien schauen wir uns an. Bei Industriedienstleistungen und Kraftwerksservice blicken wir über Europa hinaus in den Nahen Osten, die Türkei und Asien mit starkem Interesse an Indien“, steckte Koch den Rahmen der Akquisitionsstrategie ab.
Zur Umsetzung setzte er die kommenden zwei Jahre an. In den nächsten Monaten sollen erste Entscheidungen bekannt gegeben werden. Koch möchte dabei das Werk seines Vorgängers Herbert Bodner fortsetzen, der Bilfinger Berger vom Bau- zum Dienstleistungskonzern umwandeln wollte: „Der nächste wichtige Schritt ist die Umsetzung der Akquisitionsstrategie und parallel dazu die Integration der erworbenen Unternehmensteile zu einem ingenieurgetriebenen Dienstleistungskonzern.“Dabei sollen die Dienstleistungen in allen Segmenten gestärkt werden. „Und: Die erworbenen Unternehmen müssen von Anfang an einen Wertbeitrag leisten.“
Susanne Schulz
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