Bernanke wollte Lehman retten und fordert Lehren aus Finanzkrise ziehen

Kategorie: US-Markt News | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 02.09.2010

New York (BoerseGo.de) - US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte immer daran gedacht zu haben, dass eine Pleite der Investmentbank Lehman Brothers zu einem schweren Schaden für die amerikanische Wirtschaft führen wird. “Ich habe immer fest daran geglaubt, dass die Zulassung einer Pleite von Lehman Brothers mit katastrophalen Konsequenzen für das Finanzsystem und die Wirtschaft in den USA verbunden ist”. Er sei gewillt gewesen, die Investmentbank vor dem Zusammenbruch zu retten. Er habe aber damals gegenüber einem Eingreifen eine große Zurückhaltung und Betrübnis registriert. Daher sei ein Weg dafür versperrt gewesen, wodurch die Investmentbank einfach nicht mehr zu retten war. Die größte Erfahrung aus der letzten Finanzkrise ergebe sich aus der Notwendigkeit einer Beendigung der Vorstellung, dass zu große Banken zu groß für eine Pleite sind. Bernanke räumte weiter ein, dass die Federal Reserve vor der Krise mehr Aktivitäten für Kapitalstandards setzten hätte müssen. Gegen die missbräuchliche Subprime-Kreditvergabe wäre zu langsam vorgegangen worden. Die Federal Reserve trage aber keine Verantwortung für das Entstehen der Hausmarktblase. Im übrigen sei der vorangegangene Hausmarktboom in den USA auf ein hohes Maß ausländischer Investitionen zurückzuführen, führte Bernanke in Washington im Rahmen einer vorbereitenden Rede vor einer Finanzkrisen-Befragungskommission weiter aus.
Bild: ©www.flickr.com/tl8745a

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Über den Autor:

Christoph Huber,
Redakteur

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