London (BoerseGo.de) - Die Rohstoffpreise starten extrem stark in das neue Jahr. „Nach unserer Einschätzung haben die Märkte die Stärke der gesamtwirtschaftlichen Erholung unterschätzt und es ist unserer Meinung noch zu früh, dem Konjunkturerholungs-Trade zu verkaufen“, schreibt heute Kevin Norrish, Rohstoffanalyst von Barclays Capital. Der Analyst hält es für möglich, dass die Preise in den nächsten Tagen weiter deutlich steigen könnten, da das Wetter in der nördlichen Hemisphäre ungewöhnlich kalt, die Konjunkturdaten unerwartet gut, die Kohlepreise in China außergewöhnlich stark und auch die Erdgaspreise in Europa und den USA kräftig steigen. Außerdem bestehen Besorgnisse darüber, dass Unterbrechungen bei der Stromerzeugung und logistische Probleme die chinesische Metallproduktion unterbrechen könnten, während Temperaturen unter der Nulllinie in den USA die Maisernte unterbrochen haben und die Zitrusernte bedrohen. Während das Wetter temporäre Effekte erzeuge, sei die Wiederkehr der chinesischen Rohstoffimporte im November ein bleibender Faktor, der die Rohstoffpreise stütze. Das gelte vor allem für Sojabohnen und Erdöl. Besonders positiv sei aber die Stärke der Indikatoren für die weltweite Fertigung in der Industrie. Diese seien überraschend positiv ausgefallen.
Barclays: Rohstoffe könnten kurzfristig stark steigen
Kategorie: News Warenterminbörsen | Datum: 07.01.2010
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