London (BoerseGo.de) - Die internationalen Banken sollen sich Informationen von Reuters zufolge bereits seit längerem auf die Wiedereinführung der griechischen Drachme vorbereiten. Die Planungen sollen bereits seit dem Ausbruch der europäischen Schuldenkrise im Jahr 2009 laufen, zitierte die Agentur Hartmut Grossman von ICS Risk Advisors.
Für eine Wiedereinführung der Drachme seien bei allen Banken bereits Notfallpläne erarbeitet worden. Die Kreditinstitute sehen für den Fall des Ausscheidens aus dem Euroraum vor allem rechtliche Probleme, da erwartet wird, dass Griechenland dann Devisenkontrollen einführen wird.
Institute mit Kreditgeschäft stünden dann vor dem Problem, dass Unternehmen die Schulden vermutlich nicht in Euro zurückzahlen dürften. Würden die Kreditbeträge in die Drachme umgewandelt, würden die Kreditgeber schwerer an ihr Geld kommen, da die Währung wegen der hohen Staatsverschuldung Griechenlands stark an Wert verlieren dürfte.
Griechenland steuert nach einer gescheiterten Regierungsbildung auf Neuwahlen Mitte Juni zu. Ein Ende der Mitgliedschaft im Euroraum ist dann nicht mehr ausgeschlossen. Derzeit haben die reformwilligen Parteien keine Mehrheit.
