Berlin (BoerseGo.de) - Rund 220.000 Bankbeschäftigte in Deutschland erhalten ab Juli mehr Lohn. Die zuständigen Gewerkschaften hatten sich am Mittwochabend mit den Arbeitgebervertretern nach wochenlangen Warnstreiks auf Lohnerhöhungen in zwei Stufen sowie eine einmalige Sonderzahlung geeinigt. Wie die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag mitteilt, sollen die Gehälter der Mitarbeiter ab 1. Juli 2012 um 2,9 Prozent ansteigen. Eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent erfolge zum 1. Juli 2013, heißt es. Zudem erhalten alle Angestellten mit dem Juli-Gehalt eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro. Auszubildende können sich über eine Einmalzahlung von 100 Euro freuen. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 26 Monate.
Die Gewerkschaften hatten zunächst ein Lohnplus von gut 6 Prozent gefordert. Die Arbeitergebervertreter hatten ein Plus von 4,2 Prozent über eine Laufzeit von 30 Monaten angeboten. "Tabellenwirksam bedeutet der Abschluss eine Anhebung der Gehälter um 5,4 Prozent, auf ein Jahr gerechnet um 2,4 Prozent", wird Verdi-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch zitiert. "Er liegt damit über der Inflationsrate, gleicht den Reallohnverlust aus und sorgt dafür, dass die Beschäftigten nicht weiter abgekoppelt werden."
Sebastian Weber,