Wenn man die Deutschen nach bekannten und erfolgreichen schwedischen Unternehmen fragen würde, käme vermutlich zuallererst IKEA heraus. Doch der Schwedenboom macht auch in diesen Tagen vor dem deutschen Aktienmarkt nicht Halt.
Die überraschend gut ausgefallene Quartalsbilanz des schwedischen Lkw-Bauers Volvo könnte der gesamten Automobilbranche Aufwind geben. Die Aktienkurse der Autobauer waren in den vergangenen beiden Wochen jedoch eher von Auf- und Abwärtsbewegungen bestimmt, obwohl es fundamental bei den Autobauern schon länger rund läuft.
Zeichen für das prall gefüllte Orderbuch bei den Konzernen sind der Abbau der Kurzarbeit bei Daimler oder BMW oder auch die Berichte über starke Verkäufe beim Sportwagenbauer Porsche. Dieser hat zudem in dieser Woche eine Beschäftigungsgarantie für die nächsten fünf Jahre für seine Mitarbeiter in Zuffenhausen ausgesprochen. Bei Volvo geht es dagegen weniger um Sport- als vielmehr um Lastwagen und Busse. Hier konkurriert man vor allem mit Autoherstellern mit einer großen Lkw- und Bussparte wie zum Beispiel Daimler oder mit reinen Lkw- und Busherstellern wie etwa MAN. Investoren gefällt vor allem die sprunghaft gestiegene Zahl der Bestellungen, gilt diese doch als wichtiger Indikator für künftige Erträge und Gewinne: Bei Volvo stiegen die Order neuer Lastwagen im zweiten Quartal nach Unternehmensangaben weltweit um 82 Prozent, in Europa und Nordamerika wurde die Zahl der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar mehr als verdoppelt. Bei den Einzelmarken gehören zu Volvo die Lastwagen-, Baumaschinen- und Busmarke Volvo, der französische Hersteller Renault Trucks, die US-Marke Mack und die japanischen UD Trucks. Die Volvo-Automarke gehört übrigens nicht zum Nutzfahrzeugkonzern Volvo, sondern wird als eigenständige Marke geführt und gehört jetzt zum chinesischen Konzern Geely.
Daneben ist Volvo als Motorenhersteller aktiv, unter anderem für Yachten unter der Marke Volvo Penta. Der Umsatz, der auch auf den Aktienkurs und die Perspektiven von Titeln wie MAN und Daimler abfärben könnte, stieg laut Volvo um rund 28 Prozent auf fast 69 Milliarden Kronen. Unterm Strich blieben Volvo 3,2 Milliarden Schwedische Kronen. Im Vorjahreszeitraum hatte Volvo aufgrund des drastischen Nachfragerückgangs ein Minus von 5,6 Milliarden Kronen verbucht. Ein paar Wehrmutstropfen gibt es aber auch, die auch Käufer von MAN oder Daimler-Derivaten beachten sollten. Das Marktniveau in Europa, Nordamerika und Japan liegt laut Unternehmenschef Johansson im Vergleich zu früheren Jahren auf einem weiter sehr niedrigen Niveau. Auch das Finanzdienstleistungsgeschäft bleibe schwierig.
Besonders in Osteuropa sei weiterhin eine hohe Kreditvorsorge notwendig. Trotz der langsamen Erholung auf den internationalen Märkten hält Volvo aber an seiner bisherigen Jahresprognose fest und rechnet mit einem Marktwachstum von 10 Prozent in Europa und 20 bis 30 Prozent in Nordamerika. Von derart guten Perspektiven für den Gesamtmarkt könnten in Deutschland primär auch MAN als Nutzfahrzeughersteller und Daimler mit ihrer großen Lkw-Sparte profitieren. Letztere hatten in der Vorwoche ebenfalls über einen positiven Verlauf ihrer Lkw-Verkäufe berichtet. Anleger, die zumindest verhalten positiv für die LKW-Branche gestimmt sind, können zu Bonuspapieren greifen. Wer vorsichtiger agieren möchte, kann Discountzertifikate mit hohem Sicherheitspuffer erwerben. Die 5-Jahres-Performance von Daimler beträgt 17,2 und von MAN 91,5 Prozent. Beim Erwerb eines Zertifikats sollten Anleger unbedingt auf die Bonität und damit auf das Ausfallrisiko des Emittenten achten.
Zum Produktportrait Discount Zertifikat WKN TB7J3F
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Zum Produktportrait Capped-Bonus-Zertifikat WKN TB8MR0
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Heiko Weyand,
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