Paris (BoerseGo.de) - Charles Mériaux, Leiter des Fondsmanagements bei dem Vermögensverwalter DNCA Finance, in Paris zeigt sich von der jüngsten Herabstufung französischer Banken durch Standard & Poor’s (S&P) unbeeindruckt. „Der Herabstufung von Crédit Agricole und Société Générale durch S&P sowie der negative Ausblick für die Kreditwürdigkeit von BNP Paribas lässt uns weitestgehend kalt“, so Mériaux. „Es ist klar, dass die Bewertung eines Landes eng mit den Institutionen, die indirekt vom Staat unterstützt werden, verflochten ist und entsprechende Auswirkungen hat.“ Mériaux hat kürzlich BNP Paribas-Titel in das Portfolio seines Aktienfonds Centifolia aufgenommen.
Seit Oktober 2008 hatte der Fondsmanager Bankaktien aufgrund ihrer Komplexität und des starken Exposures gegenüber Staatsschulden strikt gemieden. Infolge der Krise hat die Branche laut Mériaux jedoch Fortschritte gemacht: So sind die Zeiten, in denen die Banken verstaatlicht und unter politischer Kontrolle waren, vorbei. Geldhäuser, die 2008 staatliche Hilfen bekommen hatten, haben das Geld schnell zurückgezahlt und so auch dem Staat ein gutes Geschäft ermöglicht.
Laut Mériaux haben französische Banken zu Unrecht einen schlechten Ruf. Gleichzeitig zählt der Bankensektor für ihn immer noch zu den volatilsten Sektoren am Aktienmarkt, weshalb er bei der Titelauswahl vorsichtig bleibt.
Bernd Lammert
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: