Aurubis stellt höheren Gewinn in Aussicht

Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Datum: 01.03.2010

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Düsseldorf (BoerseGo.de) - Der Kupferhersteller Aurubis rechnet nach dem guten Start in das laufende Geschäftsjahr 2009/2010 mit wesentlich höheren Gewinnen. "Auch wenn wir die operativen 80 Cent je Aktie des ersten Quartals nicht einfach mal vier nehmen, so rechnen wir doch für 2009/10 mit einem deutlichen Gewinnanstieg", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Drouven im Interview mit der "WirtschaftsWoche".

Der Absatz von Kupfer dürfte im Jahresverlauf weiter steigen. "Schon 2009 war der weltweite Kupferbedarf trotz Krise etwa so hoch wie 2008. Wenn die Konjunktur 2010 auch nur etwas besser wird, sieht es für den Kupfermarkt keineswegs düster aus", so Drouven. Für eine Belebung sorge auch die steigende Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien; außerdem dürften die für Aurubis wichtigen Schmelzlöhne bald anziehen.

An steigenden Gewinn sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. "Zunächst haben wir der Hauptversammlung vorgeschlagen, für das abgelaufene Jahr 65 Cent je Aktie zu zahlen. Da wir im neuen Geschäftsjahr aller Voraussicht nach mehr verdienen, werden wir die Aktionäre daran teilhaben lassen, so der Aurubis-Chef.

Auf die steigende Kupfernachfrage auf dem asiatischen Markt will Aurubis mit Zukäufen reagieren. "China hat derzeit einen jährlichen Bedarf von sechs Millionen Tonnen Kupfer, das macht ein Drittel des Weltmarkts aus", sagt Drouven zur "WirtschaftsWoche". "Bei einer Produktion vor Ort sehen wir aber unser technisches Know-how in Gefahr." Deshalb sei eine direkte Beteiligung in China nicht geplant, sondern an einem anderen Standort in Asien. Ebenfalls sehr interessant seien Zukäufe in Südamerika. "Hier wären wir nahe an den großen Minen und Rohstoffvorkommen", so Drouven. Der finanzielle Spielraum für Übernahmen und Beteiligungen sei vorhanden. "Bei einem großen Objekt von zum Beispiel 500 Millionen Euro würden wir verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten kombinieren", betont Drouven.

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Thomas Gansneder,
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